Mit diesem Podcast will ich Sie regelmäßig und unkompliziert für alte und neue Meisterwerke begeistern. Ich bin Jens Trocha, Journalist & Autor, in Dresden aufgewachsen und zu Hause. In diesem Projekt steckt jede Menge Herzblut: Recherchen und Vorbereitungen sind zeitaufwendig, Produktion und techni
Sie rauchten, experimentierten, prägten die Moderne – und wurden lange vergessen. In dieser Folge geht es um die Ausstellung „Neue Frau, Neues Sehen. Die Bauhaus-Fotografinnen" im Berliner Museum für Fotografie. Rund 300 Bilder von 30 Künstlerinnen erzählen eine andere Geschichte des Bauhauses: vom Selbstporträt mit Zigarette über experimentelle Collagen bis hin zu Architekturaufnahmen, die das Bild der Schule bis heute prägen. Warum standen diese Frauen so lange im Schatten ihrer männlichen Kollegen? Und was hat ihre Arbeit mit unserem heutigen Blick auf Fotografie zu tun?
Wie wird aus einem expressionistischen Maler ein Künstler, der Collage, Fotografie und Malerei radikal neu erfindet? Edmund Kesting und sein Werk sind bisher nahezu unbekannt. Ein Ausstellung in Halle ändert das jetzt - radikal gut.
Als Paul Cassirer den Impressionismus nach Berlin brachte, führte das zu hitzigen Diskussionen. In dieser Folge wird erzählt, wie ein Kunsthändler den Blick auf die Moderne veränderte — mit Bildern, Mut und erstaunlich viel Gespür für das, was bleiben würde.
In dieser Folge geht es um die verlorenen Meisterwerke der Berliner Gemäldegalerie: Bilder von Caravaggio, Rubens oder Botticelli, die im Zweiten Weltkrieg verschwanden, teils im Flakbunker Friedrichshain vernichtet wurden und deren Schicksal bis heute Rätsel aufgibt. Doch mit historischen Glasnegativen sind die zerstörten und verschwundenen Werke heute wieder sichtbar gemacht worden, um sie für Forschung, Erinnerung und Provenienzarbeit neu zu erschließen.
Eine Folge über die stillen, überraschenden und manchmal spektakulären künstlerischen Ideen auf der Biennale Venedig 2026. Welche Pavillons setzen bei der Biennale Venedig 2026 die stärksten Akzente? Im Gespräch mit Dr. Ann-Katrin Günzel, Chefredakteurin von KUNSTFORUM International, schaue ich auf ausgewählte Länderbeiträge, ihre Themen und die Umsetzung.
1887 sorgte ein Gemälde in Berlin für Aufsehen: „Mors Imperator“ zeigt den Tod als Herrscher und wird als Majestätsbeleidigung gelesen. In dieser Folge geht es um den Skandal, den die Künstlerin Hermione von Preuschen mit ihrem Werk auslöste, ihren unkenventionellen Umgang mit der Aufregung und die vielseitigen Arbeiten einer mir bis dato unbekannten Künstlerin.
Constantin Brancusi gilt als einer der großen Erneuerer der Skulptur. Die Neue Nationalgalerie in Berlin zeigt im Frühjahr und Sommer 2026 seine Werke in einer umfassenden Ausstellung mit mehr als 150 Arbeiten und einem Blick in sein berühmtes Atelier.
Bremen feiert Paula Modersohn-Becker nicht nur als große Malerin der Moderne, sondern als eine Künstlerin, die ihre eigenen Bildwelten mit erstaunlicher Konsequenz erschaffen hat. Die Ausstellung „Becoming Paula“ folgt diesem Weg zwischen Worpswede, Berlin und Paris und zeigt, wie aus Paula Modersohn-Becker jene prägnante Stimme der Kunstgeschichte wurde, die bis heute erstaunt.
Wilhelm Lehmbruck zählt zu den großen Bildhauern der Moderne. In dieser Folge geht es um sein Leben und um Skulpturen, Gemälde und Zeichnungen voller Spannung und Verletzlichkeit, die im Kunstmuseum Moritzburg in Halle aktuell zu sehen sind.
Die Ausstellung "Mahlzeit!"in der Feinkunsthalle im Museum Gunzenhauser zeigt, wie Essen in der Kunst weit mehr ist als ein alltägliches Bedürfnis: Es wird zum Bildträger für Gesellschaft, Geschichte und Kultur.
Fred Stein ist der Fotograf hinter einigen der bekanntesten Bilder des 20. Jahrhunderts – und doch blieb er selbst lange unbekannt. Im Gespräch mit seinem Biografen Daniel Siemens geht es von Dresden über Paris bis New York, um Flucht, Neuanfang und den Blick auf den Menschen.
Sie hat sich Sterne in die Haut geritzt, stundenlang reglos einem Publikum gegenübergesessen – und dabei die ganze Kunstwelt bewegt. Die ALBERTINA MODERN zeigt eine große Retrospektive von Marina Abramović, mit live aufgeführten Re-Performances. In dieser Folge spreche ich mit Dr. Ralph Gleis, Generaldirektor der ALBERTINA, über Schmerz als künstlerisches Material, die Macht des Blickkontakts und darüber, wie eine 78-jährige uns heute noch zum Nachdenken bringt.[
Lebendige Portraits aus allen Schichten, von reichen Bürgern bis Randfiguren – so etwas konnte nur Frans Hals. Mit seiner schnellen Pinseltechnik schuf er humorvolle Charakterstudien.
Deutsche Pop Art ist politischer, düsterer und selbstkritischer als ihr amerikanisches Vorbild – und trotzdem fast unbekannt. Um so schöner, dass die Ausstellung „GERMAN POP ART“ in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen diese Kunst- und Wissens-Lücke füllt.
Eine Retrospektive zum 85. Geburtstag: Die Kunsthalle Rostock zeigt das farbstarke Werk des Malers, Grafikers und Buchillustrators Hans Ticha. In dieser Folge spreche ich mit der Kuratorin Antje Schunke über seine prägenden Jahre in der DDR, seinen unverwechselbaren Stil und die Aktualität seiner Kunst bis heute.
Karl Hofer malt keine Helden – er malt verletzliche, nach innen gekehrte Menschen, die aussehen, als wüssten sie mehr über die Abgründe des 20. Jahrhunderts, als sie sagen könnten. Er zählt zu den bedeutendsten Malern der Moderne in Deutschland. Sein Werk spiegelt den von Höhen und Tiefen geprägten Lebensweg sowie seine persönliche Zerrissenheit.
Was erzählt das Element Feuer über Körper, Spiritualität, Macht und wie verändert sich unser Blick auf Feuer im Zeitalter der Klimakrise? Mit Dr. Ann-Katrin Günzel, Chefredakteurin von Kunstforum International, spreche ich über die mystische Wirkung von Palo-Santo-Holz, arktische Feuer-Performances, die ornamentale Architektur der Flammen und was es mit Pyrofeminismus auf sich hat.
Jean-Michel Basquiat schaffte es in weniger als einem Jahrzehnt vom namenlosen Graffiti-Sprayer zu einem der bekanntesten US-Künstler. Und zum teuersten – ein Schädelbild von 1982 erzielte 110,5 Millionen Dollar. In dieser Folge spricht Dr. Leonhard Emmerling, warum seine Bilder aus Kronen, Schädeln, Anatomie-Skizzen und wilden Schriftzügen heute dringlicher wirken denn je.
Was ist das „Superflat“-Konzept? Warum sind Takashi Murakamis poppigen Blumen, Totenköpfe, Pilze und Monster spektakuläre Pop-Kultur und gleichzeitig so tiefgründig? Im Gespräch mit dem Direktor des Sprengel-Museums, Dr. Reinhard Spieler, geht es darum, wie Murakami Grenzen zwischen Hochkultur, Pop, Mode und Kommerz auflöst und dabei große Themen wie Liebe, Konsum, Leben und Tod verhandelt. Alles zu sehen in der Ausstellung: „Niki. Kusama. Murakami. Love You For Infinity“
Im ehemaligen Elternhaus von Karl Schmidt-Rottluff in Chemnitz ist ein neues Museum entstanden – ein Ort, an dem sich Biografie, Expressionismus und Stadtgeschichte auf engstem Raum begegnen. In dieser Podcastfolge erzählt Kuratorin Diana Kopka von den Anfängen des Künstlers in Chemnitz und der Gründung der "Brücke" - die zu einer der einflussreichsten Künstlergruppe der klassischen Moderne wurde.
In dieser Folge geht es um die Künstlerin Yayoi Kusama - von ihrer frühen Ausbildung in der japanischen Nihonga-Malerei bis zu ihrem radikalen Bruch mit traditionellen Kunstformen und ihrem Aufbruch in die New Yorker Avantgarde der 1960er Jahre. Es wird über ihre charakteristischen Polka-Dots gesprochen, die aus ihren Halluzinationen und ihrem Streben nach Unendlichkeit entstehen, und wie diese ihr künstlerisches Markenzeichen wurden.
Wie stellt man eine Sammlung von mehr als 20.000 Werke so dar, dass sie zum Entdecken einlädt? „Focus – Neue Blicke auf die Sammlung Würth“ im Museum Würth 2 in Künzelsau traut sich und jeder kann sich davon überzeugen. Kuratorin Dr. Beate Elsen führt in dieser Folge durch die Neu-Präsentation der außergewöhnlichen Kunstsammlung des Unternehmers Reinhold Würth.
Die Ausstellung „Niki. Kusama. Murakami. Love You For Infinity“ im Sprengel Museum Hannover bringt erstmals Werke von Niki de Saint Phalle, Yayoi Kusama und Takashi Murakami zusammen. Sie feiert die Vielfalt internationaler Gegenwartskunst und setzt die Themen Lebensfreude, Liebe und gesellschaftliche Utopien kraftvoll in Szene. Anlass ist die Schenkung von mehr als 400 Werken Saint Phalles, anhand derer die Ausstellung einzigartige Einblicke in ihr facettenreiches Schaffen gibt. Es wird weitere Folgen zu Yayoi Kusama und Takashi Murakami geben. **In diesem Podcast steckt jede Menge…
Ellen Akimotos Gemälde sind oft mehrdeutig und erzählen manchmal Geschichten, manchmal von unerklärlichen Erscheinungen. Wer sie sieht, entdeckt eine fantastische und rätselhafte Welt, die die eigene Phantasie öffnet. Im Gespräch erzählt sie vom Werden ihrer Bilder und es wird klar, warum ihre Werke berühren.
Philipp Fürhofer ist Maler und beschäftigt sich mit Entstehen und Vergehen - dem ewigen Zyklus. 1982 in Augsburg geboren, hat er eine außergewöhnliche visuelle Handschrift entwickelt, verbindet dabei Malerei und Bühnenbild. Denn seine zweite große Leidenschaft ist die Oper. In beiden Bereichen machte er international Karriere, gestaltete Bühnenbilder für die Opern in Salzburg, Bayreuth oder ganz aktuell Kopenhagen.
Bis zum Jahr 2025 war Olga Meerson nur wenigen Fachleuten bekannt. Eine Ausstellung im Schlossmuseum Murnau feiert die Malerin, die auch bei Kandinsky und Matisse gelernt hat. Zu sehen sind Gemälde aber auch zahlreiche Fotos und Dokumente, die ihre herausragende Arbeit und ihr Leben dokumentieren. Ich bin im Gespräch mit Dr. Sandra Uhrig, Leiterin des Schloßmuseums Murnau und Kuratorin der Ausstellung.
Ein Rundgang durch die Sonderausstellung mit Werken von Edvard Munch (1863–1944), bei der das Gefühl der Angst im Fokus steht. Dazu werden zeitgenössische Arbeiten, etwa von Marina Abramović, Michael Morgner, Neo Rauch und anderen im Dialog mit Munchs Werken zu sehen sein.
Das Titelbild dieser Folge steht für den unheimlichen Sinn der Spetsfonds. Gesichts- und namenlose Apparatschiks entfernen Ende der 1930er Jahre Kunst aus Museen und Sammlungen in der Ukraine. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler wurden verfolgt, verhaftet und nicht wenige ermordet. Doch wo sind die Werke? Existieren sie noch, wurden sie vernichtet?
Nacktheit, Proportionen die ungewöhnlich sind, Performances – moderne Kunst geht mit dem menschlichen Körper anders um, als die alten Meister. Oft provokant, politisch oder völlig neu gedacht. Warum sieht ein Körper in der Kunst manchmal schräg, verletzlich oder abstrakt aus? Und was hat das mit uns zu tun?
About 30 Minuten Kunst
Mit diesem Podcast will ich Sie regelmäßig und unkompliziert für alte und neue Meisterwerke begeistern. Ich bin Jens Trocha, Journalist & Autor, in Dresden aufgewachsen und zu Hause. In diesem Projekt steckt jede Menge Herzblut: Recherchen und Vorbereitungen sind zeitaufwendig, Produktion und techni
30 Minuten Kunst is a German arts & books podcast from Jens Trocha. Melo plays each episode straight from the publisher's own feed — no ads added, no account needed — and remembers where you stopped, in this browser only.
The Melo app keeps playing with the screen off, works in the car and on your watch, wakes you to your station, and browses the whole catalogue offline. Free, no ads, no account.