Edition Zukunft ist der STANDARD-Podcast über das Leben und die Welt von morgen. Die Redaktion spricht mit Experten über Entwicklungen, die unseren Alltag verändern - von künstlicher Intelligenz und Robotern bis hin zu Migration und Klimawandel. Neue Folgen erscheinen jeden Freitag - jeweils abwechs
Hendrik Holt, 36 Jahre alt und Sohn einer Unternehmerfamilie, ist einer der bekanntesten Betrüger Deutschlands. In den 2010er-Jahren verkaufte er Windparks an europäische Energiekonzerne. Allerdings: Die Genehmigungen für die Windräder waren gefälscht, die Projekte somit erfunden. Nach seiner Verhaftung mit Jahr 2020 verbüßte Holt seine Strafe zuletzt in einem Berliner Gefängnis, das er als Freigänger tagsüber regelmäßig verlassen durfte. Am 25. August kehrte er aber nicht ins Gefängnis zurück. Ende September wurde er schließlich auf seiner Flucht in Dubai gefasst. Wir sprechen über den…
Man stelle sich vor, es gäbe eine neue App auf dem Smartphone, mit der man per Knopfdruck eine Schleuse in ein Paralleluniversum öffnen könnte. In dieser Welt steht alles Kopf: Saubere Energie ist dort plötzlich dreckig. Russland ist darin kein Kriegstreiber mehr, sondern nur der nette Nachbar von nebenan. Der wahre Bösewicht ist die EU, kein Wirtschaftsmotor und keine Demokratie mehr, sondern eine Art heruntergewirtschaftete Diktatur. Und der Rekord-Hitzesommer von heuer war gar keiner, sondern es war alles ganz normal. Dieses Paralleluniversum kann man tatsächlich per Knopfdruck finden,…
Die Luft glüht, selbst die Nächte bringen keine Abkühlung mehr: Im diesjährigen Sommer war der Klimawandel für die meisten im Land körperlich spürbar. Führt das zu einem Umdenken beim Klimaschutz – oder bleibt es folgenlos? Das ist Thema der heutigen Folge von Edition Zukunft mit Thomas Brudermann, einem Umweltpsychologen und Nachhaltigkeitsforscher. Er spricht darüber, ob uns die Erfahrung des Hitzesommers womöglich dazu motiviert, umweltfreundlichere Entscheidungen zu treffen, ob extreme Temperaturen politische Weichen stellen können – und was von alledem im Herbst übrig bleibt.
Seit ChatGPT vor knapp vier Jahren die Klassenzimmer erreicht hat, steht die Schule vor einer Frage, auf die es noch keine fertige Antwort gibt: Wie unterrichtet man, wenn Maschinen mühelos Aufsätze schreiben, Gleichungen lösen und Präsentationen erstellen können? Bernhard Gmeiner, AHS-Lehrer für Englisch und Geografie in Wien, war von Anfang an mittendrin und beobachtet seither, wie erfinderisch Jugendliche mit KI-Tools umgehen – oft lange bevor Lehrpersonen und Bildungspolitik reagieren. Im Podcast erklärt Gmeiner, warum Lehrkräfte keine Detektive sein sollten, die KI-Texte aufspüren,…
Nikolaus Szucsich arbeitet als Zoologe im Naturhistorischen Museum Wien und beobachtet hautnah die großen Veränderungen, die sich gerade in der heimischen Natur abspielen. Da sind etwa die Geisterfischchen, die erstmals in Sri Lanka auftauchten. Vor einigen Jahren drangen sie auch ins Naturhistorische Museum ein und krabbeln dort seit damals munter umher. Oder der Fall der Wiesenotter: Weil sie so zahlreich vorkam, bezahlte der kaiserliche Hof noch im 19. Jahrhundert Menschen dafür, wenn sie die Giftschlangen töteten. Heute kann man die Tiere nur noch im Museum oder im Zoo betrachten – sie…
Wenn Pflanzen und Tiere sich in Gebieten ansiedeln, in denen sie ursprünglich nicht heimisch waren, spricht man von biologischer Invasion. Ein solches Tier, das sich gerade in Österreich breitmacht, ist die Quaggamuschel. Das Weichtier, das früher nur in Zuflüssen des Schwarzen Meeres lebte, bevölkert mittlerweile viele Seen in Oberösterreich, Salzburg und Kärnten sowie den Bodensee in Vorarlberg. Die Quaggamuschel ist in unseren Gewässern allerdings kein freundliches Alien. Wo sie sich ansiedelt, beginnt sie, das Ökosystem zu dominieren und heimische Arten zu verdrängen. DER STANDARD fragte…
Mama, warum gibt es so viele Autos? Warum tun die Erwachsenen nichts gegen die Klimakrise, obwohl sie wissen, wie schlimm es wird? Die Klimakrise ist längst im Alltag von Kindern angekommen. Doch wie sprechen Eltern mit ihnen darüber, ohne sie zu überfordern? Veronika Rivera, Naturschutzökologin und Mutter von drei Kindern, sucht in ihrem neuen Buch Kindheit am Kipppunkt nach Antworten. Im Podcast erzählt sie über ihre Ohnmacht, die eigenen Kinder nicht vor Hitze, Krankheiten und einer ungewissen Zukunft schützen zu können. Und was, wenn die Angst vor der Klimakrise die Partnerschaft…
Der Sommer 2024 hat gezeigt, was auf uns zukommt: verbogene Schienen, ausgefallene Medizingeräte in Krankenhäusern, Tropennächte ohne Abkühlung. Für Matthias Ratheiser, Stadtklimatologe bei der Firma Weatherpark ist das keine Ausnahme mehr – sondern ein Vorgeschmack auf das, was künftig fast jeden Sommer normal sein wird. Wie müssen Städte umgebaut werden, um das auszuhalten? Warum sind Gründerzeitvierteln besonders gefährdet? Was haben nächtliche Kaltluftströme mit der Praterstraße zu tun? Und warum ist ein Südbalkon vielleicht keine so gute Idee mehr? Ratheiser erklärt, was…
Das neue Doppelbudget der österreichischen Bundesregierung setzt auch beim Klimaschutz den Rotstift an. Klimaforscher Daniel Huppmann vom IIASA erklärt im Podcast, was die Kürzungen beim Klima- und Energiefonds konkret bedeuten, warum der Abbau klimaschädlicher Subventionen so schwierig ist – und weshalb Österreich beim Verfehlen der EU-Klimaziele am Ende teuer draufzahlen könnte.
Wenn der Nachbar plötzlich Solarpaneele auf dem Dach hat, wird Klimaschutz greifbar. Caroline Zimm, Klimawissenschaftlerin am IIASA, erklärt im Podcast, warum soziale Nachahmungseffekte so mächtig sind und wie einzelne Vorreiter gesellschaftliche Normen verändern können. Soziale und technologische Kipppunkte, die Frage was eine Energiekrise als Chance bedeuten kann und darum, was Klimaklagen, junge Aktivistinnen und solare Minigrids in Afrika gemeinsam haben.
Kathrin Fischer hat grundsätzlich nichts gegen Achtsamkeitsübungen. So wie diese in unserer Gesellschaft betrachtet und eingesetzt werden, seien diese aber Teil einer Ideologie geworden, die die Verhältnisse stabilisiert, sagt die deutsche Journalistin und Podcasterin. Politische und wirtschaftliche Verschlechterungen würden nicht mehr hinterfragt werden, vielmehr wolle uns die heutige Interpretation von Achtsamkeit weismachen, alle Probleme seien individuell lösbar. Im Podcast erzählt Fischer, warum der Rückzug in den "Bunker der Empfindsamkeit" keine Lösung ist und was wir aus der…
Die Biodiversitätskrise gilt als Zwilling der Klimakrise – und zählt zu den größten ökologischen Herausforderungen unserer Zeit. Sie schreitet so schnell voran, dass Ökologinnen und Ökologen bereits vom "sechsten Massenaussterben" in der Erdgeschichte sprechen. Das fünfte löste höchstwahrscheinlich ein Meteorit aus, der die Dinosaurier auslöschte. Auch in Österreich kommt die Natur immer stärker unter Druck. Das lässt sich auch daran ablesen, wie viele Falter durchs Land flattern. Biodiversitätsforscher Johannes Rüdisser von der Universität Innsbruck betreibt das Schmetterlingsmonitoring…
Während die Welt mit den Folgen des Iran-Kriegs und explodierenden Energiepreisen kämpft, treffen sich kommende Woche über 50 Staaten im kolumbianischen Santa Marta zur ersten Regierungskonferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. Neben dem großen Kohleexporteur Kolumbien sitzen auch andere wichtige Öl- und Gasländer mit am Tisch. Merken die großen Förderstaaten, dass die fossile Ära zu Ende geht? Die Politikwissenschaftlerin Alice Vadrot von der Universität Wien erklärt, warum dieses Format bewusst anders funktioniert als die großen UN-Klimakonferenzen – und warum das eine Chance sein…
Die Demokratie steckt weltweit in der Krise, das Weltklima bekanntermaßen auch. Was hat das miteinander zu tun? Ziemlich viel, meint Jonas Schaible. Er ist Journalist beim SPIEGEL und hat 2023 in seinem Buch Demokratie im Feuer dafür plädiert, beide Krisen zusammenzudenken: Wer die Demokratie retten will, muss das Klima retten – und umgekehrt. Die Klimakrise befeuere genau jene Unsicherheiten und Verwerfungen, von denen autoritäre Kräfte profitieren – von Ernteausfällen und Überschwemmungen bis hin zu wirtschaftlichem Abstieg und Identitätsverlust. Dass die extreme Rechte Klimaschutz so…
Der Angriff auf den Iran hat die Energiepreise in die Höhe getrieben – und laut Fatih Birol, dem Chef der Internationalen Energieagentur könnte diese Krise schlimmer werden als alles, was Europa in den vergangenen 50 Jahren erlebt hat. Rund zehn Prozent des weltweiten Ölverbrauchs sind durch die Blockade der Straße von Hormuz und zerstörte Produktionsanlagen weggefallen, mehr als bei den Ölpreisschocks der 1970er-Jahre. Christoph Dolna-Gruber von der Österreichischen Energieagentur erklärt im Podcast, warum Diesel dabei knapper ist als Benzin, was die neue Spritpreisbremse taugt – und wo…
Rund 600 Millionen Tonnen Kot produzieren Menschen jedes Jahr. Über die Geschichte der Menschheit kam so in etwa das Gewicht des Mount Everests an Kacke zusammen. Das schreibt die deutsche Journalistin Ursula Kosser in ihrem neuen populärwissenschaftlichen Buch "Schöne Scheiße: Wie unsere Fäkalien die Ressource der Zukunft sein können", das kürzlich im Oekom-Verlag erschienen ist. Kosser findet: Über menschlichen und tierischen Kot sollte viel mehr gesprochen und nachgedacht werden. Denn mit den Fäkalien ließe sich weit mehr machen als bisher. Statt Kot mit wertvollem Trinkwasser im Klo…
Zigtausende Objekte rasen mit rund 25.000 Kilometern pro Stunde um die Erde. Die meisten davon sind Schrott. Ausgediente Satelliten und Raketenstufen werden zur wachsenden Gefahr für die Raumfahrt. Denn Kollisionen erzeugen Millionen neuer Trümmerteile, die wiederum weitere Zusammenstöße auslösen können. Eine Kettenreaktion, die den Weltraum zunehmend unbenutzbar machen könnte. In Zeiten, in denen die Raumfahrt boomt und Mega-Konstellationen wie Starlink Tausende neue Satelliten ins All bringen, wird das Ausweichen zum Alltag: Alle zwei Wochen muss ein Ausweichmanöver geflogen werden,…
Eva Maria Prehm beschäftigt sich in ihrer Arbeit den ganzen Tag mit Mist. Anstatt braune Bananenschalen, Apfelputzen oder Zucchini-Strünke verrotten zu lassen, erforscht sie, wie sich aus organischen Abfällen Biogas erzeugen lässt. Ihre Verbündeten sind Bakterien und Archaeen, die in speziellen Reaktoren organisches Material zu Methan abbauen. Das Problem: Verholzte Pflanzenmaterialien wehren sich, manche Inhaltsstoffe sind giftig für die empfindlichen Mikroorganismen. In Österreich speisen erst 16 Anlagen Biomethan ins Gasnetz ein – dabei könnte die Technologie gerade dort punkten, wo…
Die US-Raumfahrtbehörde Nasa plant mehrere spektakuläre Mond-Missionen. Wenn alles gut geht, bricht am 7. Februar die Crew der Mission Artemis 2 in Richtung Mond auf und wird den Trabanten umrunden. Die Mission Artemis 3 soll dann im Jahr 2027 starten, um erstmals seit den 1970er-Jahren wieder Menschen auf die Mondoberfläche zu bringen. Die Nasa und ihre Partner haben dabei ganz andere Ziele als bei den früheren Mondflügen. Langfristig will man eine Raumstation auf dem Mond errichten, in der Astronautinnen und Astronauten forschen könnten. Sogar ein Atomkraftwerk für den Mond sei geplant,…
Bewegungsprofile von Walhaien, Nashörner mit elektronischen Halsbändern, die vor Wilderern warnen, und Berggorillas mit eigenen Bankkonten – künstliche Intelligenz eröffnet dem Naturschutz völlig neue Möglichkeiten. Die Biologin Frauke Fischer erklärt im Podcast konkret, wie Algorithmen bereits heute Muster in gigantischen Datenmengen erkennen, die Menschen nie erfassen könnten. Zusammen mit der Ökonomin Hilke Oberhansberg hat sie Ende 2025 das Buch "Kann KI die Natur retten" veröffentlicht. Doch das Werkzeug ist zweischneidig: Die gleichen Technologien, die bedrohte Arten schützen sollen,…
Der Wandel passiert meist schleichend: Schritt für Schritt untergraben Politiker und Parteien demokratische Institutionen. Und wenn sie damit fertig sind, ist von einer einstigen Demokratie meist nurmehr die Hülle übrig, sagt die Politikwissenschafterin Tamara Ehs. Dieser politische Wandel trifft für viele wohl gerade auf die USA zu – wobei US-Präsident Donald Trump laut Ehs im Vergleich zur Vergangenheit und zu anderen Machthabern die Demokratie aktuell sogar beachtlich schnell umbaut. Im Podcast "Edition Zukunft" spricht Ehs darüber, welche Versuchungen von "starken Männern" wie Donald…
Seit über 30 Jahren setzt sich Roger Hackstock für den Klimaschutz ein. Dabei ist er nicht nur motiviert wie am ersten Tag, er lässt sich auch den Spaß an der Arbeit trotz Temperaturextremen, vermehrten Dürren und Starkregenereignissen nicht verderben. Im Gegenteil, Hackstock macht mittlerweile sogar Witze über den Klimawandel. Um auch andere mit seiner Zuversicht anzustecken, hat er das Buch Wie wir die Welt retten, ohne uns dauernd Sorgen zu machen (erschienen bei Kreymayr & Scheriau) geschrieben. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit…
An jedem Wochentag rollen rund 464.000 Personen mit dem Auto nach Wien. Das ist eine gewaltige Zahl, zumal laut Verkehrsclub Österreich durchschnittlich auch nur rund eine Person, konkret 1,14, in jedem Auto sitzt. Damit nimmt der Pendlerverkehr viel Platz ein und verursacht neben Abgasen auch immer wieder Staus. Wie könnten alternative Konzepte aussehen, und wie müsste Wien generell gestaltet sein, damit weniger Menschen mit dem Auto durch die Stadt düsen und stattdessen in Öffis steigen oder in die Pedale treten? Darüber und über die Frage, ob Wien jemals eine autofreie Stadt werden kann,…
Von Donald Trump über die AfD bis zur FPÖ wettern rechte Parteien gegen Windkraftanlagen. Die Rhetorik ist scharf, die Versprechen radikal: Neue Projekte verhindert werden, oder bestehende Anlagen gar abgerissen werden. Doch hinter der Empörung über Landschaftsverschandelung und Vogelsterben stecken oft ganz andere Motive. Benedikt Narodoslawsky und Lukas Kapeller vom STANDARD zeichnen nach, wie sich die FPÖ vom Befürworter erneuerbarer Energien zur schärfsten Kritikerin gewandelt hat. Sie erklären die Verbindungen zu Klimawandelleugnern und fossiler Industrie und analysieren am Fall…
Bäumepflanzen gilt seit langem als wirkungsvolle Maßnahme gegen den Klimawandel. Viele Unternehmen versprechen, damit einen Beitrag zur weltweiten CO₂-Reduktion zu leisten. Doch nicht immer ist klar, ob aus den Bäumen irgendwann auch ein Wald wird, wie lange dieser am Ende steht und ob auch die Natur und die Menschen vor Ort von diesem profitieren, sagt Charline Joost. Sie sitzt im Vorstand bei "The Generation Forest", einer Genossenschaft aus Deutschland, die in Panama Bäume pflanzen und Wälder aufforsten lässt. Diese sollen den Mitgliedern eine nachhaltige Geldanlage bieten. Im Podcast…
Neom sollte Saudi-Arabiens Zukunft werden: eine nachhaltige Megacity in der Wüste, unabhängig vom Öl, betrieben mit erneuerbaren Energien. Das spektakulärste Element des Projekts war "The Line" – eine 170 Kilometer lange, verspiegelte Stadt ohne Autos, in der neun Millionen Menschen leben sollten. Doch das Prestigeprojekt von Kronprinz Mohammed bin Salman steht massiv in der Kritik: Menschenrechtsverletzungen, Zwangsumsiedlungen, explodierende Kosten und drastische Plankürzungen werfen ein ganz anderes Licht auf das Vorhaben. Immobilienredakteur Jakob Thaller erklärt im Podcast, warum "The…
Schneedecken werden dünner, Saisonen kürzer, Gletscher verschwinden – und dennoch wird weiter in Liftanlagen investiert und mit Schneekanonen beschneit. Wie viel Winter bleibt der Skination Österreich in Zukunft noch? Auf der Messe Buch Wien 2025 diskutierten die Wissenschaftsjournalistin Laura Anninger, deren Buch Schnee von morgen kürzlich erschienen ist, der Meteorologe Markus Wadsak und Stefan Kreppel von der Österreich Werbung. Sie sprachen über aktuelle Klimadaten, die Grenzen technischer Beschneiung, neue Formen des Winterurlaubs und den schwierigen Spagat zwischen wirtschaftlichen…
Mobilitätsexpertin Katja Diehl fährt den Golf Variant ihrer Eltern, weil am Land keine Alternative existiert – dabei würde sie sich lieber On-Demand-Busse wünschen. Schließlich bewegen sich Autos durchschnittlich nur 45 Minuten am Tag, die restlichen 23 Stunden stehen sie ungenutzt herum. Eine Ineffizienz, die sich die Gesellschaft bei keinem Bus- oder Bahnsystem leisten würde. "Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem", sagt Diehl im Gespräch mit Philip Pramer auf der STANDARD-Bühne bei der Buch Wien. Denn alle Lösungen für bessere Mobilität seien längst bekannt. Ihr neues…
Nach rund fünf Jahren Planung war es Anfang Oktober so weit: Der Mitmach-Supermarkt Mila hat im Wiener Bezirk Meidling eröffnet und stellt sich dem Realitäts-Check. Unweit der U6-Station Niederhofstraße entfaltet Mila auf 350 Quadratmetern eine Einkaufswelt, in der es nicht um schnellen Profit und maximale Effizienz gehen soll, wie man dies aus dem Wettbewerb der Supermarktketten kennt. Mila will nach ganz anderen Prinzipien handeln, organisiert ist man als Genossenschaft. Alle Eigentümerinnen und Eigentümer arbeiten hier zugleich auch alle vier Wochen für eine Schicht mit. Außerdem will…
Über 3.400 Insektenarten leben in vier österreichischen Bundesländern – das zeigt ein Forschungsprojekt der Universität Innsbruck, bei dem Linienbusse als mobile Sammler dienten. Die Methode klingt ungewöhnlich: Windschutzscheiben werden abgewischt, die Reste landen im Labor, und mittels DNA-Analyse lässt sich bestimmen, welche Arten durch die Landschaft fliegen. Michael Traugott vom Institut für Zoologie der Universität Innsbruck spricht über die Rolle von Insekten in Ökosystemen, den Einfluss der Klimaerwärmung auf ihre Verbreitung und darüber, warum sich gerade Busse für ein großflächiges…
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