Season 7, Episode 72 · programmier.bar
Deep Dive 217 – Leveling Up in Job Interviews mit Philipp Hauer
29 Sep 2026 · 1 hr 17 min
Episode notes
Wie hat dir die Folge gefallen? Gut 👍 Schlecht 👎 (Keine Anmeldung erforderlich) Was entscheidet wirklich über ein Job Interview und warum sitzen am Ende beide Seiten in derselben Prüfungssituation? Darüber sprechen Dennis und Dave mit Philipp Hauer, Head of Engineering bei commercetools. Philipp ist seit zehn Jahren im Commerce-Umfeld unterwegs, vom Backend-Entwickler bis in die Leadership-Rolle, und kennt Bewerbungsgespräche inzwischen von beiden Seiten des Tisches. Zum Einstieg ordnet Ph...
Transcript
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SPEAKER_02:Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Programmierbarfolge. Ich merke gerade in der Moderation, ich sage schon fast automatisch News. Ich habe länger keinen Deep Dive mehr gemacht, hier in dieser Runde. Ich bin Dennis Becker und freue mich sehr zusammen mit meinem Kollegen hier zu sitzen. Mit Dave Kuschitzki.
SPEAKER_01:Aka David, moin, was geht? Aka David, das heißt, wir müssen sich jetzt David nehmen. Oh, Alter, stimmt. David. Das ist komisch. Also die Reihenfolge war nicht perfekt.
SPEAKER_02:Ja. Genau, und wir begrüßen heute einen Gast, mit dem wir ein bisschen über Vorstellungsgespräche sprechen wollen. So aus beiden Perspektiven. Ich glaube, das ist durchaus ein interessantes Thema. Wie gesagt, aus beiden Perspektiven für Leute natürlich, die Menschen einstellen und Menschen suchen und natürlich aber auch für draußen als EntwicklerInnen, die gerne eingestellt werden würden, wollen würden wollen. Und in der heutigen Zeit natürlich auch nochmal irgendwie stark im Wandel mit Sicherheit, was sich da tut.
SPEAKER_02:Und ja, wir haben Philipp unter anderem beide gesehen, auf der Decompile. Decompile in Dresden. Dresdner! Genau, Dresdner. Jetzt habe ich den Namen schon verraten, ohne den Gäste vorzustellen. Egal. Das war nämlich dein großer Auftritt.
SPEAKER_01:Das war nicht kein großer Auftritt, sondern unser Gast war dein Partner. Achso, ja, genau, großer Auftritt beim Bierpong-Spiel. Das wollte ich sagen. Mein großer Auftritt beim Bierpongspielen mit meinem Partner Philipp Hauer. Genau. Also. Haben wir sehr gut gemacht. Es war die verweckte Anmoderation. Ich könnte mir keinem besser introduced zu werden als mit Bierpong. Er ist ein Meister am Spiel.
SPEAKER_02:Meister am Bier. Nein, nein, nein. Nein. Er ist der Head of Engineering bei Commerce Tools. Philipp Hauer. Schön, dass du heute hier bist, Philipp.
SPEAKER_00:Hallo Dennis, hallo Dave, ich freue mich da zu sein. Danke für die Einladung.
SPEAKER_02:Genau, aber da haben wir es letztendlich festgemacht. Das ist jetzt auch schon länger her, ne? Im März, glaube ich, hattest du auch einen Vortrag zu dem Thema. Ja, ganz genau. An der Stelle können wir vielleicht schon, weil wir jetzt ja schon im September sind, wenn die Folge rauskommt, können wir direkt schon mal Werbung machen. Die decompiled, wird es auch wieder geben. Im März wieder. Im März 2027.
SPEAKER_01:Ich finde das, by the way, gerade irgendwie sehr krass. Also sechs Monate, ich habe das Gefühl, wir sind gerade so sitzen im Auto und reden so über Themen und es ist so ein halbes Jahr her. Ich finde das wahnsinnig verrückt. Das stimmt. Aber umso mehr freue ich mich darauf, dass es im halben Jahr wieder ist.
SPEAKER_00:Ich bin auch sehr hypt auf jeden Fall. Und auf die Revanche beim Bierpong. Wo wir wieder gewinnen werden. Man muss fairerweise sagen, dass Dave mich mitgezogen hat. Also meine Skills sind nicht besonders gut. Aber ich weiß nicht, ob ich Uni hätte, sehe ich nicht gewonnen. Aber hier und da habe ich auch ein paar Treffer landen können.
SPEAKER_02:Ja, das ist sehr gut. Das stimmt. Nein, das war ganz schön. Philipp, erzähl uns vielleicht kurz, bevor wir im Thema einsteigen, so ein bisschen, was machst du gerade? Was hast du vorher gemacht? Wo kommst du her? So ein bisschen was über dich.
SPEAKER_00:Ja, ich bin jetzt seit, ich fange mit dem Beruflichen an, ich bin jetzt seit elf Jahren in der Comic-Industrie unterwegs. Ich habe vorher, bevor ich jetzt zu Comics gegangen bin, sieben Jahre lang bei Spreadschat gearbeitet, im deutschen Umfeld ist wahrscheinlich bekannt, Print on Demand machen wir. Also du kannst quasi T-Shirt, Online-Design, Text drauf, Bild drauf. Und dann wird das entsprechend für dich gedruckt. Und da war mein, da bin ich reingekommen in die Commerce-Industrie und fand das alles sehr spannend.
SPEAKER_00:Ich habe damals als Java-Backend-Entwickler dort gearbeitet und bin dann über die Jahre wie Team, die Tech-Lead, Team Manager geworden und dann am Ende dort auch Head of Engineering. Da haben sie auch diese Management-Ebene eingezogen. Und dann bin ich aufmerksam auf Commerce-Tools geworden und dachte, wäre doch interessant, mal auf die, sag ich mal, Softwareherstellerseite zu wechseln, die quasi das Produkt für ganz viele anbieten, für ganz viele unserer Kunden und nicht nur jetzt eine.
SPEAKER_00:Das fand ich spannend, dann hast du geklappt. Und bin jetzt hier seit vier Jahren, ebenfalls Head of Engineering und führe da die Produktgruppe Core Commerce. Und wir machen quasi die Haupt-Mar-User-Journey, die man so kennt von einer Commerce-Anwendung. Also Cards, Orders, Checkout, Promotions, Discounts. Also die Build-In-Blocks, die man sich vorstellt, die jede Commerce-Lösung eigentlich hat. Und die Idee in der Commerce Tools ist, okay, jeder könnt, jede Commerce-Bude könnte jetzt anfangen, sich selber diese ganzen Prozesse nachzubauen.
SPEAKER_00:Aber der Warenkorb, Promotion, Preis, das ist ja alles irgendwie ähnlich. Es gibt dann immer sehr viele Nuancen im Detail und Use Cases sind sehr verschieden, aber ich sag mal, die Basis ist gleich. Jetzt könnte man das alles selber bauen oder wir bieten das als Produkt an in der Cloud und genau das macht Commerstools.
SPEAKER_02:Darf ich da direkt, also es ist nicht unser Thema heute, aber finde ich super spannend, so diese Optimierung dieser ganzen Schritte. Ich meine, im E-Commerce ist es ja, glaube ich, auch, dass da um winzige Prozente und sowas irgendwie kämpft wird, weil natürlich ein Checkout ein bisschen erfolgreicher ist, dass direkt besser wird. Könnt ihr praktisch in eurem, also könnt ihr Tests fahren oder passiert das immer, dass die Kunden das praktisch selbst machen und in irgendeiner Art und Weise auch anpassen?
SPEAKER_02:Oder habt ihr irgendwo die Erlaubnis, dass ihr sagt, hey, wenn wir jetzt die, ihr habt ja wahrscheinlich irgendwie auch eine Struktur, wie das so grundsätzlich aufgebaut ist, wenn wir das jetzt umdrehen oder irgendwie anders machen, dass es erfolgreicher ist. Also könnt ihr sowas auch selbst messen und testen?
SPEAKER_00:Also ich glaube, viele dieser AB-Tests macht man häufig im Kommen aus umfeld. Vieles davon passt sich doch auf Kundenseite, okay, ich jetzt hier was im Frontend um. Vieles ist es ja auch, ich stelle was im Frontend um, das ist, was die Kunden häufig noch selber bauen und wir können erstmal die API. Das heißt, der Front-He bauen sie noch selber und das ist auch gewollt, weil da wollen sie Flexibilität haben, da wollen sie anpassen, da wollen sie welche Bandes haben und da spielen sie auch häufig rum, wie kann ich jetzt meinen UI zum Beispiel anpassen.
SPEAKER_00:Und dann kann man natürlich sehen, kompetiert das in mehr Orders. Also viel davon passiert auf Kundenseite. Was wir aber natürlich auch jetzt, weil die des Discounts, Promotions, also Coupons und sowas, wird natürlich auch als Plattform bereits, die Funktionalität. Da können wir auch gucken, hey, wie hat jetzt dieser Discount oder dieser Gutschein performt? Wir haben alle natürlich Daten, da können die auch entsprechend dann zurückspielen.
SPEAKER_00:Und das gepaart mit AI ist natürlich besonders spannend. Guckt, okay, können wir automatisch analysieren, dafür könnt ihr ja auch selber eines Tages alles selber setzen. Ja, und da geht die Reise. Okay.
SPEAKER_02:Das heißt, ihr habt nicht so ein Standard UI, auch was ihr praktisch ausliefert und darüber läuft das dann so, dass es nicht so gut ist.
SPEAKER_00:Nee, das wahrscheinlich uns zu Shopify, die ja quasi das ganze Paket bereitstellt mit UI und wir adressieren eher so die großen Enterprise-Kunden, die selber sagen, wir haben selber noch Dev-Kapazität, wir wollen selber was draufbauen und selber flexibel sein, gerade wenn es zum Point of Sale geht. Aber den ganzen Maschinenraum haben wir selber haben. Also ich finde das schönste Beispiel ist, Lego, wenn du auf Lego.com shoppst, läuft da Commerstools im Hintergrund.
SPEAKER_00:Und die vorderen Teile mit dem Middleware wird von Lego und selber betrieben. Aber sag mal, der Maschinenraum, Orders Cards, Check out und so weiter, das passiert über Commerce Tools.
SPEAKER_01:Kann ich aber schon verstehen, weil du willst ja auch irgendwie so gerade im Frontend, wenn du eine eigene Seite hast, irgendwie so ein bisschen Branding ja auch reinbringen. Und wenn du da irgendwie so eine Pauschallösung hast oder so, die so nicht ganz hundertprozentig dazu passt, so gerade bei Lego, den ich mir so kannst ein bisschen verspielter machen und sowas, alles ein bisschen in deinem eigenen Design. Genau. Aber es gibt auch viele, die es nicht wollen, weil sich da irgendwie auch bei Pflanzen.
SPEAKER_01:Es gibt verschiedene Benutzergruppen, die Shop-Strike in das Video ansprechen. Ja, spannend. Und warum hast du gerade geschmunzelt als über Spreadshirt-Deam? Wir waren letztens Kunden von Spreadshirt sogar. Ich bin Dave. Ich bin Ben. Und zusammen sind wir. Doppeldee.
SPEAKER_02:Sorry, das ist nicht so lang. Ja, das ist gut. Vielleicht ein bisschen Kontext dazu. Wir müssen das nicht in jeder Folge. Wir machen es echt in jeder Folge jetzt. Wir haben unsere Ballermann-Karriere gestartet vor wenigen Wochen bei unserem Lotum Sommerfest und haben dann einen eigenen Song. Eigene Song. Konvenz einfach produziert und dann eben auch auf der Bühne performt. Und dafür braucht man natürlich ein entsprechendes Outfit. Und das haben wir bei Spreadshirt bestellt.
SPEAKER_02:Aber ich finde Spreadshirt wirklich, das ist, ich meine, weißt du, wie lange es die gibt?
SPEAKER_00:Oh ja, über 20 Jahre. Ich dachte, mich muss aufpassen, jetzt, dass ich ja, ja.
SPEAKER_02:Das war uralt irgendwie. Ja, und das hat sich so, also irgendwie in meinem Umfeld war es immer da. Ich habe jetzt für die Schule so einen Shop gemacht, dass man sich ja mit dem Schullokosa Hand bestellt, das ist halt auch ein Spreadshop. Also es ist irgendwie dauerhaft immer da gewesen. Es ist schon irgendwie ganz cool, dass das sich so etabliert und gehalten hat.
SPEAKER_01:Und ich finde es auch interessant, ich hätte nicht gedacht, dass als wir auf Expressversand geklickt haben, dass es wirklich so schnell da ist. Also wir haben es irgendwie am Dienstag bestellt und so, es war sogar am Donnerstag da. Ich war sehr pünktlich überrascht, so mit Druck und sowas alles. Nicht schlecht, nicht schlecht.
SPEAKER_02:Ja, hat alles Philipp ermöglicht. Danke Philipp an der Stelle. Danke für Philipp.
SPEAKER_00:Die Quills kann ich nicht dafür nehmen, nehmen. Aber es ist tatsächlich immer so eines der Leipziger, was mir aus dem Leipziger Statum befällt, immer gerne Vorgänger mit als Beispiel, was geklappt hat. Wo kommen Commerce Tools her? Der Hauptsitz ist in München, aber wir sind verteilt. Also eine große Niederlassung ist in Berlin, in Valencia und London. Sind wir ziemlich groß. Wir haben aber auch in Durham und in Boston Niederlassung.
unknown:Cool.
SPEAKER_02:Gut, lenken wir ein bisschen auf das heutige Thema ein. Dein Talk hieß, glaube ich, Leveling Up in Engineering Interviews? Nee, in Job Interviews. Leveling up in Job Interviews. Nur Job Interviews, okay, sehr gut.
SPEAKER_04:Du, was ist dein eigener Bezug dazu?
SPEAKER_00:Selber als Hiring Manager viel Interviews gemacht zu haben. Also bei Special damals auch sehr viele Engineers gehired und da halt wie auch zum ersten Mal das gemacht, wenn man als neuer Manager zum ersten Mal Interviews sitzt und auch selber halt der Hiring Manager ist, dann, okay, was frage ich eigentlich? Habe ich eigentlich ein System? Mache ich das irgendwie random, meine Fragen, oder gehört da schon ein bisschen mehr dazu? Und worauf achte ich eigentlich beim Kandidaten?
SPEAKER_00:Was sind eigentlich, was für ein Profil suche ich eigentlich? Und da mal systematisch drüber nachzudenken, zu recherchieren, zu gucken, was ist eigentlich der Industriestandard und wie kann ich das herausfinden, wie kann ich die richtigen Kandidaten finden. Und dann bin ich weiter abgetaucht und fand das total spannend und habe auch Spaß, Interviews zu machen. Und dann danach auch mir so viel Wissens angeeignet und das dann irgendwann auch in so einen Blogpost oder dann auch an einen Talk gegossen.
SPEAKER_00:Und jetzt bekommen wir uns mache ich mehr Engineering Manager heiren, halt die Leute, die direkt an mich an mich reporten. Ansonsten hier und da wird man immer Interviews dabei.
SPEAKER_02:Du musst es wahrscheinlich ja. Hast du Commerce Tools, bist du da irgendwie so reingerutscht über Vitamin B oder hast du da tatsächlich auch ein eigenes, eigens einen Prozess durchlaufen?
SPEAKER_00:Eigens ein Prozess durchlaufen. War ein langer Prozess, ein Zug mit einem glücklichen Ende ausgegangen sind. Aber nächstes war aber ohne Vitamin B.
SPEAKER_02:Okay. Okay, das heißt aber, du kennst, was hast du gesagt, vor drei, vier Jahren bist du gegangen? Vor vier Jahren, vor vier Jahren. Okay. Das heißt, da hattest du zumindest auch mal das letzte Mal die Experience von der anderen Seite. Genau, ja. Ja, das ist nämlich tatsächlich, ich meine, ich bin jetzt schon seit 17 Jahren bei Lotum und mache aber auch schon seit vielen, vielen Jahren die Interviews bei uns zum großen Teil mit. Seit wie vielen Jahren ist das?
SPEAKER_02:Vor Corona war das sowas schon, oder? Dass ich die mitmache. Ja, ja, ja, ja. Also angefangen, dass ich Teil davon bin. Das war bestimmt 2017 oder sowas, 2016 irgendwie sowas. Und genau, also spätestens seit 21 oder sowas. Bin ich in dem Hauptteil immer dabei. Fast immer dabei. Und genau, aber mir fehlt irgendwie so, manchmal denke ich, ich würde mich mehr gerne aus Spaß woanders bewerben, um einfach diesen Prozess da nochmal durchzugehen und so ein bisschen zu gucken.
SPEAKER_00:Und das ist auch ein Skill, was man, sag mal, so ein Muskel, den man trainieren kann, also wo man besser werden kann, wenn man öfter das macht. Und da gibt es auch ganz viel Vorbereitung und Lernen, aber dann merkt man, wenn man beaufrachten, was sind die Muster, was sind so die Fragen, die man wiedererkehren. Wenn man es einmal gemacht hat, wird man immer besser mit ihm. Das ist tatsächlich auch, kann man kritisieren, aber es gibt auch, man kann auch einfach gute Interviews sein.
SPEAKER_00:Und gut im Job sein sind auch nicht immer nicht mehr deckungsgleich, was auch interessant ist. Aber man kann, und das ist auch eine Nachrichten in meinem Talk, dass man das üben kann und auch mal ruhig mal sich bewerben soll, nicht nur um auch mal den Marktwert zu finden, einfach diesen Muskel zu trainieren.
SPEAKER_02:Und auf der anderen Seite würdest du sagen, du kriegst es mittlerweile hin, auch Leute rauszufiltern, die im Interview vielleicht nicht gut sind und im Job dafür gut sein könnten?
SPEAKER_00:Ja, das ist immer schwierig, weil am Ende ist es immer viel subjektiv und man kann am Ende, man kann sich viel überlegen, was man für Aufgabendingen gibt und wie praxisnah das ist. Man kriegt es nie ganz raus. Und dafür gibt es am Ende auch Probezeiten, aber man wird besser über die Zeit daran, das zu sehen, wer jetzt einfach nur irgendwie sich wahnsinnig gut vorbereitet hat und mir eine vorbereitete Antwort rot der betet. Und da muss man gucken, ist das jetzt auch zu sehr einstudiert, ist es jetzt zu sehr monolog, das spürst du irgendwann.
SPEAKER_02:Gut, was sind aus deiner Sicht so die wichtigsten Aspekte, wenn wir über Jobinterviews sprechen?
SPEAKER_00:Von welcher Perspektive? Vom Interviewer oder vom wie ich rangehen würde jetzt als Hiring Manager?
SPEAKER_02:Vielleicht kann man, kann man da anfangen, genau, wir machen es erstmal aus Hiring-Sicht.
SPEAKER_00:Also das, was ich mir frage, ist als Hiring Manager, okay, was sind eigentlich die Fähigkeiten, nach der Daten ich suche? Das ist jetzt, da fängt man an, hat man ein Profil in die Stelle überlegt, aber was sind so die Hard Skills und die Soft Skills, die ich mir, die ich suche. Bei Hardskills kann es sein, der muss. Java Kotlin können man vielleicht noch vor vier, fünf Jahren oder Ideen von System Design Microservices haben, heute sind sie wahrscheinlich dem AI-Tooling beherrschen können.
SPEAKER_00:Und das sind so die Hard Skills und dann sind die die Soft Skills. Ich möchte zum Beispiel eben haben, der ein Teamplayer ist oder der neugierig ist oder der gut in Kommunikation ist. Und das muss ich mal klar machen. Das kann eine ziemlich lange Liste sein. Ich muss also erstmal dann priorisieren, was sind so die Top 1, 2, 3, 4 jeweils in Hard- und Soft Skills, weil ein Interview ist eine Stunde oder mehrere. Du schaffst es nicht, alles durchzugehen.
SPEAKER_00:Das muss sich irgendwie fokussieren. Das ist so der erste wichtige Schritt. Und dann gibt es verschiedene Techniken, wie man das jeweils herausfinden kann, die verschiedenen Skills. Bei Hardskills kann man meistens immer Fragen stellen, aber da kommt es drauf an, wie man die Fragen stellt, kann man auch gleich mehr dazu sagen. Manche Soft Skills kann man auch abfragen. Zum Beispiel jetzt Teamplayer, könnte man da Fragen stellen, kann ich gleich noch ein paar Beispiele machen.
SPEAKER_00:Aber sonst ist noch ganz viel beobachten. Wie verhält er sich? Stellt er Rückfragen, hat man eine flüssige Konversation und so weiter. Und das sind Sachen, wo man so ein bisschen beobachten und lernen muss zu beobachten und dann auch drauf achten muss. Genau, das sind so die Sachen, die man, die man sich anguckt. Und als Hype-Manager, wenn wir jetzt mal die Hard Skills uns angucken, da würde ich immer drauf gucken, nicht einfach das zu glauben, was ein CV ist.
SPEAKER_00:Das ist jetzt in Zeiten von AI sowieso, jeder baut sich jetzt seine CVs passend zur Stelle. Da wäre ich eh vorsichtig und dann dabei im Gespräch halt tiefer bohren und gucken, ist da wirklich Substanz da. Und am Ende auch mit Fragen, die nicht textbookartig sind, weil du willst es nicht runtergebetet haben und in der Eyezeitalter, wir kommen vielleicht noch auf Sheating-Methoden zu sprechen mit AI, ist das noch viel einfacher. Sondern da auch, sagen wir, Experience-Based Fragen stellen.
SPEAKER_00:Also okay, hast du das schon mal eingesetzt, wann würdest du das einsetzen, was sind so die Trade-offs, dass du genau dieses Urteilsvermögen und logisches Denken, Kombination, wie kombiniert der? Wie kommt der zur Lösung, dass man das abfragt und die Frage auch entsprechend so stellt? Das war schon immer eine Best Practice, aber ist jetzt in der Eile Zeit dann noch so viel wichtiger, weil alles andere, die Fakten runterrattern, das kann die wunderbar.
SPEAKER_00:Auch, das muss man nicht kennen, aber diese Sachen, dieses abzufragen. Genau. Und ansonsten, wenn es zum Beobachten kommt, oder noch ein anderes Beispiel. Ich möchte jetzt wissen, ist jemand ein Teamplayer? Das ist mein Lieblingsbeispiel. Da könnte ich jetzt das Interview hergehen und sagen, Dave, bist du ein Teamplayer?
SPEAKER_01:Was antwortest du dann? Hundertprozentig. Es ist eine geschlossene Frage, einfach sagen, hundertprozentig ja, bin ich. Durch und durch.
SPEAKER_00:Ganz genau, also du hast gerade schon das richtige Stichwort gesagt. Das ist eine geschlossene Frage. Und da geht keine Konversation ein. Er sagt dann, ja, bin ich. Fertig. Was hast du denn an Informationen gemacht? Es ist offensichtlich, was die sozial erwünschte Antwort ist. Und deswegen muss man einem offenen Fragen stellen. Aber einen Haken dran machen, oder? Also, okay, er sagt, er ist ein Teamplayer, ich muss ihm jetzt aber glauben. Jetzt wird die Frage mal an häufig, machen wir es interaktiv.
SPEAKER_00:Was würdet ihr stattdessen fragen? Um herauszufinden, ob jemand ein Teamplayer ist.
SPEAKER_01:Ich glaube, ich würde Szenarien erstellen. Also mal angenommen, Dennis kommt mit einem sehr schwierigen Thema zu dir und sucht nach Rat und ist sich nicht sicher, wie er das und das machen soll. Wie reagierst du in der Situation? Vielleicht nicht das Beste, um jetzt als Teamplayer-Ebene, aber irgendwie so in die Richtung, also ein Szenario kreieren und gucken, was antwortet die Person. Ja, genau.
SPEAKER_00:Es gibt ja so zwei Fragetechniken und die sind beide viel besser als diese geschlossene Frage. Das eine ist denn diese situative Frage, hypothetische Frage, ne? Also man talk mir zum Beispiel, hey, du hast jetzt einen Konflikt in einem Code-Review mit einem Team, mit einem Teammitglied und ihr kommt einfach nicht zu Rande bei einer bestimmten Entscheidung oder ihr werdet euch nicht einig, wie gehst du damit um? Das ist ja so die hypothetische Situation, die du aufmachst und die Alternative ist dann, dass dann dieses berühmte Tell Me about the Time, das hat man wahrscheinlich schon häufig gehört.
SPEAKER_00:Erzähl mir mal von einer Zeit, wo du einen Konflikt hattest mit einem Teammitglied.
SPEAKER_01:Was jetzt im ersten Schritt irgendwie sinnvoller für mich wird, weil ich habe also ganz Problem, du machst so ein Szenario auf und ich denke mir so, ah okay, ich weiß, was du hören möchtest, trotzdem. Also nonetheless, also wie wäre ich in diesem Szenario der optimale Teamplayer? Deswegen finde ich sowas aus der Vergangenheit, glaube ich, aus Interviewersicht dann deutlich spannender irgendwie.
SPEAKER_00:Ja, da bin ich bei dir. Also das ist auch mein Go-To. Weil wenn man auch mal irgendwie auf vergangene Erfahrungen ab, wenn wir hätte sich in der Vergangenheit verhalten, wenn man daraus dann hoffentlich projizieren möchte, wie er sich auch in Zukunft verhält. Auch da kann man sich natürlich vorbereiten und man weiß aber nie ganz genau, ist es jetzt gerade die ganz die Wahrheit, die er ihnen erzählt, aber auch da kann man denn weiter tiefer bohren.
SPEAKER_00:Da gibt es dann diese Star-Technik, habt ihr auch schon mal gehört, S-T-A-R, steht für euch, möchte ich selber mal nachgucken, wie das nochmal steht. Genau, Situation, Task, Action Result. Und am Ende geht es dem Interview halt so ein Kompass an die Hand, wo er tiefer bohren muss. Okay, du erzählst mir jetzt, wie er mal ein Code Review Leaf und dann kannst du sagen, okay, was waren die Situationen, was waren deine konkreten Aktionen, was war das Resultat, was hast du gelernt.
SPEAKER_00:Wir wollen auch sehen, ob der Kandidat reflektiert und daraus lernt. Fehler machen kann jeder, aber nicht aus Fehler lernen, ist nicht gut, sondern immer da besser werden. Und so halt tiefer bohren. Dann würde ich gucken, ist das jetzt alles wahr und wo sind die Details, um das so festzustellen.
SPEAKER_02:Genau. Und ich habe irgendwie gelesen, dann muss man in diesem, wenn man das Star hat, das ist noch so eine Technik, dass man dann noch etwas fragt, womit man nicht rechnet.
SPEAKER_01:Kurze Frage, können wir nochmal dieses Daumen klarer machen? Also die einzelnen Wörter hatten wir jetzt gerade, aber vielleicht irgendwie nochmal so real auf dem Beispiel?
SPEAKER_04:Genau, also nimm mal dieses Code-Review-Beispiel.
SPEAKER_00:Dann ist es, es ist am Ende eine Art, wie ich eine Antwort strukturiere. Also der erste ist, dass ich mir Zeit lasse und die Situation und die Aufgabe schreibe. Jetzt, also als Kandidat, okay, ich hatte dieses Problem mit meinem, es ging um, keine Ahnung, irgendwelche Konversationen, Coding-Conventions im PR, wo wir nicht zusammengekommen sind, wo wir uns gestritten haben. Und dann ist das A, die Action, was hast du gemacht dann in der Situation, dass du Konflikt hattest?
SPEAKER_00:Und das König, was wir als Team machen, das machen Kandidaten auch, ja, wir haben das gemacht, wir haben das gemacht. Was hast du gemacht? Was war dein Beitrag? Und dann das R ist das Ergebnis. Was war das Outcome? Und das klingt ja so trivial, aber häufig haben Kandidaten antworten, die lassen eine Teile aus, die sagen, ja, dann habe ich das gemacht. Okay, was war dann aber das Resultat? Oder was hast du gelernt? Action könnte zum Beispiel sein, ich habe mich nochmal hingesetzt und wir haben nochmal diskutiert im Team, was denn eigentlich unsere Coding-Konventionen.
SPEAKER_00:Und ich habe diese Diskussion im Team initiiert, damit wir da uns allein als Team. So, das könnte eine Aktion sein. Und das Outcome ist, jetzt haben wir dokumentiert unsere Coding-Konvention niedergeschrieben. In Zukunft haben wir diese PA-Diskussion nicht mehr über Coding-Konventions. Das war eine gute Antwort, weil du hast ja gleich einen positiven Impact aufs ganze Team gehabt, das aus dem Konflikt hervorgegangen ist.
SPEAKER_01:Okay, Star. Merke ich mir, Star. Gut. Und jetzt zu deiner Frage, Dennis. Hatte ich eine Frage? Ich habe eine Anmerkung.
SPEAKER_04:Unvorhergesehen. Ja, genau, also ich hatte irgendwie, wo ich das gesehen habe.
SPEAKER_02:Das so eine Anregung darin war, auch wenn man diese, also dieses sehr klare, so das war das und das dossiert und sowas und dann versucht aber trotzdem nochmal einen irgendwo nachzubohren. Weil auch das kann man ja letztendlich irgendwie sich so ein bisschen vorbereiten, das war eine Situation, ich baue das noch so ein bisschen, und dass man da nochmal irgendwie einen Twist reinbringt, mit dem man vielleicht gerade nicht gerechnet hat, um dann zu gucken, okay, wie ist die Antwort darauf, dass es halt nicht aus so einem gelernten gelernten Situation aus.
SPEAKER_02:Guckst du, als würdest du gerne wieder ein Beispiel haben.
SPEAKER_01:Ich will immer, dass du Alma als ein Beispiel haben. Damit ich das verstehe.
SPEAKER_02:Ja, habe ich nicht.
SPEAKER_04:Okay.
SPEAKER_02:Ich würde gerne einmal noch ganz kurz einen Schritt zu zurückgehen, glaube ich, wenn ich das darf. Gucken, ob es das zu durcheinander gleich macht. Aber wir haben ja jetzt gerade gesagt, okay, wir sind gerade bei dem Part, wie können wir sozusagen diese Skills ein bisschen abprüfen in dem Interview? Und davor hast du gesagt, okay, du machst hier diese Listen an Skills, die du irgendwie brauchst. Und da wollte ich nochmal kurz ein bisschen drauf eingehen, wie du das machst.
SPEAKER_02:Also was sind so ein bisschen, also wie ist es einfach abgeleitet von irgendwie der Stellenbeschreibung? Sind das Skills, wo du denkst, dass sie gut in den Job passen und wichtig für die Rolle sind? Wie vermeidest du, dass da so ein bisschen wie nennt man den? Similarity-Bias drin ist, also dass man irgendwie das sucht, was man selbst vielleicht isst und gut findet. Also wie kommt man da so ein bisschen in das Formen dieser Skills, die man eigentlich sucht?
SPEAKER_00:Ja, also mehrere Fragen, ich fange mal gerade vorne an. Also ob die Hard Skills setzt du die Rolle ziemlich vor. Wenn ich jetzt halt, keine Ahnung, ein Search-Engineer sucht, dann möchte ich gerne, dass er Ahnung von Elasticsearch hat zum Beispiel. Das gibt ja viel aus der Rolle. Oder wenn ich jetzt meine ganz Co-Base ist Kotlin, dann möchte ich auch gerne, dass der Kotlin beherrscht. Oder wenn wir jetzt Claude einsetzen, dann soll er vielleicht jederweise schon mal so eine Erfahrung habt.
SPEAKER_00:Also das ist, glaube ich, von der Rolle, dass sie da viel ableiten bei den Hard Skills. Und ansonsten natürlich von den Gegebenheiten, die man hat. Wenn man jetzt eine monetische, wenn man jetzt zum Beispiel Microservice-Architektur hat, dann möchte man vielleicht auch wissen, dass er Erfahrung mit Microservice hat oder dass er je nach Datenbanksystem, was man verwendet. Also da leiten sich, glaube ich, das ist ziemlich naheliegend, wie man das ableitet.
SPEAKER_00:Und bei den Soft Skills sind, glaube ich, zwei Aspekte. Das eine ist natürlich, was ist generell unsere, so sagen wir, die Kultur in der Company, was sind so die Werte, die wir haben wollen. Ich glaube, jede Firma hat ja auch dann heute viele Firmen so ihre Werte definiert und da kann man auch ableiten, was einem wichtiger ist und was einem vielleicht weniger wichtig ist. Und ansonsten natürlich auch so, was passt ins Team und ich als Heigummanager bin natürlich einfach für das Team zu gucken, was das, was wir jetzt im Team brauchen, was reinpasst oder was vielleicht auch ergänzend noch notwendig ist, weil das vielleicht fehlt.
SPEAKER_00:Das sind ja auch verschiedene Gedanken, die man sich da machen kann. Und so komme ich am Ende zu der Liste. Es ist am Ende auch, ja, wie so eine Präferenz an Typ Mensch. Also ich möchte Teamplayer haben, Kommunikation ist wichtig, Neugier ist mir wichtig, das sind so meine Top drei, die ich eigentlich immer habe. Andere haben vielleicht andere Sachen weiter oben in der Liste. Also ganz Interview ist immer ein subjektiver Prozess. Das ist nicht nur beim Scoring so, sondern auch schon, wenn man diese Liste zusammenstellt.
SPEAKER_00:Und was wir am Ende haben, ist, ich komme daraus zu sprechen, wenn wir erstmal diesen Katalog an Fragen haben, dann haben wir auch ein Template, wo dann quasi linke zwei Spalten, links sind dann die Fragen, rechts sind für Notes und das ist ein Template, das teilen wir mit allen Hiring Manager, die diese eine bestimmte Rolle heiren. Und so wollen wir auch sicherstellen, dass es objektiv, also das ist nicht objektiv, so objektiv wie möglich, die Kriterien so objektiv wie möglich und dass jeder Interviewer, also jeder, der für ein Engineering Manager oder für Engineer interviewt, dass der auch gleiche Fragen bekommt und ähnlich bewertet wird.
SPEAKER_00:Und so kann man versuchen, das so objektiv wie möglich zu machen und hoffentlich auch den BIOS, soweit es geht, zu reduzieren. Und den BIOS-Prinzip man hoffentlich auch, indem man nicht nur ein Interview hat mit Philipp, und das war's, sondern dass man halt wirklich mehrere Steps hat. Also es können ja drei, vier, fünf, je nach Rolle, kann das für mich viele sein. Und jedem Interview ist auch ein, zwei Leute, manchmal sogar noch mehr. Und die geben halt alle ihre Bewertungen zusammen und dann hat man so einen Gesamtschau an allen Bewertungen.
SPEAKER_00:Gibt es noch viele Systeme, mit denen man das denn so schön tracken kann, dann gibt es dann Thumbs Ups, Hubs Down und dann sieht man die große Übersicht. Und dann kann man schon so ein bisschen das Big Picture sehen und muss nicht so auf eine Bewertung verlassen.
SPEAKER_02:Ich finde das gerade super spannend, weil ich da dann noch nie nachgedacht habe, wenn man mehrere Ebenen hat, so wie das jetzt bei dir ist, also das heißt, du stellst Manager ein, die dann wiederum Engineers einstellen. Gibt es dann auch welche, die darin schlecht sind und kriegt man das raus? Ja, das ist spannend.
SPEAKER_00:Ich bin ja männlich im Interview, die er selber führt, also dass das Vertrauen schon da, dass er das schon gut macht. Klar kann man, ich meine, man kann immer irgendwie daneben liegen mit seinen HS, dass es nicht klappt, das passiert wirklich jedem. Da kann man jetzt nicht gleich jemanden strikt rausdrehen, weil Leute sind auch gut im Interviews und dann manchmal passt es dann halt halt doch nicht. Ich glaube, was man machen kann, ist halt genau solche Templates rausgeben und sagen, okay, so wollen wir ein Interview, die haben den Prozess vereinheitlicht, das sind für die Rolle, stellst du in dem Interview die Frage, du kannst variieren und man kann dann auch links und rechts abdriften, also es gibt schon Freiheiten, aber so einen Leitfaden zu haben, macht total Sinn, um es eigentlich zu bekommen.
SPEAKER_00:Was die Männer eine Bewertung draus machen, das ist natürlich ein bisschen schwieriger, da kann man auch wieder Leitfäden und Guidelines vorgeben, aber die Subjektivität kriegst du nie raus, hundertprozentig.
SPEAKER_02:Hast du schon mal Feedback gegeben zum Hiring-Prozess einer deiner KollegInnen?
SPEAKER_00:Ja, also ich glaube, wir diskutieren immer, wie wir den Prozess besser machen können. Also wir haben für jede Rolle Prozesse, die sich optimiert haben, also die sich etabliert haben. Keine Ahnung, da sagst du zum Beispiel für Engineers, hast du dann vielleicht erst ein erst ein Call, Screening-Call mit HR, dann hast du vielleicht mit dem Heimanager einen ersten Call, dann geht es vielleicht weiter, da hast du erst so ein bisschen mehr Hands-on-Coding-Themen, dann vielleicht mehr System Design und bei höheren Rollen dann auch ein Leadership-Interview.
SPEAKER_00:Also verschiedene Interviews haben verschiedene Fokus. Oder in einem Interview ist auch der Produktmanager dabei, dann guckt er auch Product-Engineering, Kollaboration. Und da wird immer wieder neu ausgerangelt, was jetzt für diese Rolle das Beste ist und wer wo dabei sein müsste. Und da gibt es halt immer eine Spanze zwischen einer Präferenz, die ich jetzt hätte und was vielleicht auch deinen Firmen bald vorgeben ist, dass bestimmte Steps immer da sein müssen und noch zusätzlich sein möchten.
SPEAKER_00:Ich möchte auch Prozesse gerne kurz halten, aber tatsächlich hast du so eine gewisse Bar, die du haben möchtest, dass man, keine Ahnung, zum Beispiel ein Leadership-Interview mehr dabei sein muss, was auch sinnvoll ist. Und da gibt es halt eine Spanks, wo man sich dann annähern kann. Aber sie haben halt einmal eine Lösung gefunden. Und ansonsten kannst du ja auch sagen, okay, lass uns mal jetzt, jetzt stellt ihr gerade hier das Interview jeder seiner Fragen, wie er denkt, lass uns doch mal so ein Interviewguide, so ein Leitfaden bereitstellen.
SPEAKER_00:Und zum Beispiel für einige Rollen habe ich das bereitgestellt.
SPEAKER_04:Danke. Spannend. Gut.
SPEAKER_02:So, dann haben wir jetzt gerade abgehakt, wie wir die Skills ein bisschen definieren können und wie das geteilt wird im Team. Dann sind wir ein bisschen drauf eingegangen, wie man die unterschiedlichen Skills abfragen kann.
SPEAKER_00:Dann, was wir nicht besprochen haben, ist, wie man denn durch Beobachten das ein bisschen feststellt. Vielleicht können wir da noch ein bisschen tiefer reingehen. Also was sind so Verhaltensweisen, die ich beobachte. Also was ich zum Beispiel sage, immer das Beispiel Neugierig, möchte jemanden, der neugierig ist, wie verhalten sich neugierige Leute im Interviews, die stellen Fragen. Und es ist jetzt nur so ein Frage-Antwort-Sequenz, Interview stellt Fragen, Kandidat antwortet, bupp, bupp, bup.
SPEAKER_00:Und das ist es so. Oder haben wir irgendwie eine schöne Konversation, die irgendwie flutscht, weil der Kandidat auch noch Rückfragen stellt. Und wenn er eine Frage stellen, stellt er, stellt er Rückfragen zum Beispiel, bevor er antwortet, wirst du dann gleich einfach so zu one-shotten seine Antwort und hoffen, dass es richtig ist. Oder haben wir eher einen Dialog, wo wir gemeinsam zur Lösung kommen und eigentlich will ich Letzteres haben. Und da eine Technik, was man machen kann, ist halt Fragen bewusst offen und mehrdeutig stellen und zu gucken, wie geht der damit um.
SPEAKER_00:Weil in der Softwareentwicklung ist alles, was wir machen, eigentlich mehrdeutig und wir müssen immer irgendwie Unsicherheit navigieren und deswegen macht es auch Sinn, das in den Fragen wieder zu spiegeln. Und jetzt das Learning für den Kandidaten ist jetzt das anzunehmen und sagen, okay, die sind bewusst vage gehalten, weil genau jetzt soll ich Rückfragen stellen und gucken, dass wir eine schöne Fluent Conversation quasi das haben. Ansonsten finde ich es auch mal cool, wenn Kandidaten, also Rückfragen, also Fragen können zum, wenn ich zum Beispiel eine Frage stelle, hey, wie, wie, wie, was erfahren hast du mit Testing zum Beispiel?
SPEAKER_00:Und wenn er dann die Frage flippt, hey, finde ich spannend, wie macht ihr das eigentlich? Also auch Interesse zu haben an diesen Techniken, also da wieder Rückfragen stellen. Und so ein Watch Black ist eigentlich für mich generell, wenn jemand gar keine Fragen hat. Am Ende, wir lassen meistens zehn Minuten am Ende für den Kandidatenfragen zu stellen. Und wenn einer sagt, ich habe gar keine Fragen, dann findet er schon mal sehr komisch. Und teilweise sind die Fragen, die der Kandidat stellt, viel interessanter als die Antworten, die er gegeben hat.
SPEAKER_00:Deswegen ist meine Empfehlung, bereitet auf jeden Fall auf diesen Part vor und stellt euch, wählt euch fest, was ist euch eigentlich wichtig? Was interessiert euch? Im Talk habe ich da diese Four P's, die man so als mentales Modell sich wählen kann, wenn man sich Fragen überlegt. Also Prozesse, People und Culture, Tech und was war's noch? Jetzt kriege ich es gar nicht heruntergebetet, Prozesse. Und es gibt bestimmt all so jeden dieser Bereiche, und das kann so wie eine Schablone auf jede Organisation legen, die dich interessieren.
SPEAKER_00:Wie ist euer Heil-Prozess, wie ist euer Code-Review-Prozess, wie ist euer Tech-Stack? Mit welchen Leuten arbeite ich eigentlich? Was ist mein Produkt? Und das nennt man dann das Reverse-Interview, wo der Kandidat Fragen stellen kann. Und das ist halt spannend. Legt euch da eine gute Frage und da kann man auch schon die Interview mit beeindrucken, wenn man sich eine gute Frage überlegt. Nur um noch ein Beispiel zu nennen, was ist so mein, was ich, was ich gerne frage, ich habe das natürlich in Slides drin.
SPEAKER_00:Man könnte fragen, okay, ich bin angenommen, ich bin morgen jetzt dabei bei euch, welchen Rat würdest du mir geben, um erfolgreich zu sein? Und das finde ich auch total spannend. Also als Interviewer merke ich den, okay, der hat wirklich Lust und der will das motiviert, der will erfolgreich sein, aber er ist auch kollaborativ und fragt nach Rat. Also denke ich, er weiß alles leicht und er fragt nach Rat. Und ich als Kandidat möchte die Frage stellen, merkt ihr, weißt du lernt euch auch was?
SPEAKER_00:Worauf kommt es an, dieser Firma? Was ist denn das? Kann man auch eine Idee von der Kultur bekommen? Also man würde das Interview vorbereiten.
SPEAKER_02:Die Frage habe ich auch immer andersrum gestellt. Also als Interviewer, nämlich, wenn du morgen anfangen würdest, was ist so für dich die größte Herausforderung oder die größte Challenge, die du siehst?
SPEAKER_01:Oh man auch mal so ein bisschen Aufsätze zu dem erwarteten Skillset so ein bisschen rausarbeiten kannst. Hast du mir die damals auch gestellt? Ich erinnere mich gar nicht an die Frage. Ich kann mich nicht mehr jedes Interview im Wortlaut. Aber ich finde das interessant, Philipp, also ich kann mir das teilweise sogar gar nicht vorstellen, dass man gar keine Fragen hat. Weil ich mir denke, so, also ich habe das nur gemerkt, ich hatte in meiner alten Stelle ein paar Dinge, die ich nicht so gut fand, ein paar Dinge, die ich auf jeden Fall nicht missen wollte.
SPEAKER_01:Und genau an diesen Stellen dann immer angesetzt habe. Ich sage so, hey, wie macht ihr eigentlich das, das ist ein Aspekt, zum Beispiel den ich aktuell nicht gut finde, macht ihr das irgendwie besser oder so? Hey, mir ist absolut wichtig, dass das und das in meinem Berufsalltag gegeben ist, ist das bei euch auch der Fall. Also ich finde immer so, wenn man vielleicht gerade so auf die jetzige Situation blickt, was einem gefällt, was einem nicht gefällt, und dann einfach da erfragt, wie das in dem neuen Unternehmen dann potenziell gehandhabt wird, ist es, glaube ich, da schon mal ein guter Ansatz.
SPEAKER_00:Total. Das ist auch ein richtig Ansatz, ja. Aber man wäre überrascht, wie häufig ich habe, dass jemand keine Fragen hat. Oder nur Fragen, die man sich auch durch das sorgfältige Lesen der Jobbeschreibung erschießen kann. Oder durch kurzes Googlen über die Firma.
SPEAKER_02:Ja, mich jetzt eigentlich auch so. Also aus beiden Seiten. Also erstens kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass man halt irgendwas fragt, so was Interessantes. Ich meine, es gibt einfach, es gibt ja so viele Aspekte an, ne, so in einer Firma, an einem Prozess und sowas. Und du hast die Möglichkeit, einfach jemanden zu fragen in dem Moment. Aber mir ist es auch schon häufig passiert, dass tatsächlich mehr oder weniger keine Fragen kamen. Ja, das ist erstaunlich.
SPEAKER_02:Also, da draußen. Fragen stellen. Vorbereiten.
SPEAKER_01:Gute Frage stellen. Ab Minute 1 das Interview übernehmen. Warum sollte ich bei euch anfangen?
SPEAKER_00:Naja, da, man darf auch nicht, manche ist auch sehr, sehr aufgeregt und auch sehr, sehr überschwänglich, gehen dann rein. Ich hatte mal das Beispiel, das ist auch mein Opener-Beispiel in den Talk gewesen. Dann war ein Kandidat und man schon merkt, dass der aufgeregt war. Und ich habe dann nur so das Intro gemacht. Ja, okay, so ist jetzt die Agenda. Wir machen erst so ein bisschen eine Intro-Session, dann stelle ich ein paar Fragen, dann kannst du Zufragen stellen.
SPEAKER_00:So wird es jetzt ablaufen, ist das fein. Und dann war der Kandidat gleich, oh, ja, ja. Also, und dann fing er gleich an, sich vorzustellen. Obwohl ich, glaube ich, immer gefragt habe, stell dich doch mal vor, dann habe ich gemerkt, dass der Kandidat dann sein CV runterbetet. Und das ist so ein Moment, wo ich dann so ein bisschen outzoome, wo ich denke, das war gar nicht gefragt. Und eigentlich will man es ja mal kurz halten, diese Intro. Ich wäre ja nicht jemand, das da sein CV vorträgt.
SPEAKER_00:Ja, war dann noch ganz lustig, weil scheinbar sie mir so ein bisschen im Gesicht entglitten. Und an einer Stelle hat der Kandidat dann unterbrochen und mich gefragt, ist alles okay bei dir? Du siehst nämlich gelangweilt aus.
SPEAKER_02:Sehr gut.
SPEAKER_00:War auch eine Lesson learned für mich, dass man sich ein bisschen sich mal unter Kontrolle halten muss oder einfach ein Freund unterbrechen muss. Ich bin ja höflich, unterbreche nicht. Ich wollte gerade sagen, es war doch dann eigentlich so irgendwie offensichtliches Feedback, genau. Also ja, muss dann, aber das Learning für den Kandidaten ist, hör genau zu, was, es klingt so offensichtlich, aber hör genau zu, was gefragt ist und antworte nur das.
SPEAKER_00:Ein ander richtiger Rat, den ich auch geben würde, der ist da, baut darauf auf, eine Frage bekommst, dann versuch halt wirklich kompakt zu antworten und sag, aber da gibt es noch mehr zu erzählen. Ich kann das, wenn ihr wollt, können wir noch tiefer einsteigen, sondern die Details quasi anbieten, aber nicht jetzt alles ausführen. Also ein gutes Beispiel ist, okay, wann würdest du Microservices einsetzen? Dann kann man erstmal sagen, okay, hauptsächlich um meine Development-Organisation irgendwie zu skalieren, weil man dann Independent Deployment Units hat, etc., dann können die Teams halt unabhängig arbeiten.
SPEAKER_00:Und ich kann jetzt noch mehr Beispiele und das Trade-Off da bieten, wenn du möchtest. Dass man es quasi sagt, die Details sind on demand. Und das ist noch eine gute Fragetechnik. So kannst du halt gut mit der Zeit umgehen, die du hast. Du hast halt ein bestimmt Zeit, um dich als Kandidat zu präsentieren und dass die Interviewer dann, wo er tiefer reingeht will. Für das ja schon zufrieden und du kannst dann weiter weitergehen.
SPEAKER_02:Ich wünschte, das könnten wir jedem Kandidat und jeder Kandidat dann vorher einfach mitgeben. Weil das ist häufig was. Also ich sag, wo man. Also auch häufig was, was dann wirklich stört. Und ich bin immer in dem, ja, also, weil man dann in dem Moment erstens diesen Detail gerade nicht braucht und natürlich dann auch in Frage stellt, so Kommunikationskills, wie sehr kann man auf den Punkt irgendwie machen. Ganz genau was. Und ich habe bei vielen das Gefühl, dass ich da denke, es ist vielleicht, ich bin mir nicht sicher, ob die Person im Alltag genauso wäre, wie es glaube ich jetzt in der Interviewsituation, ist unter Druck und will irgendwie, hat das Gefühl, sie muss irgendwie reden, keine Ahnung was.
SPEAKER_02:Da diesen Skill an die Hand zu geben und zu sagen, ey, ne, ich mache, halte mich kurz und erwähne, ich kann da auch gerne ausführlicher drüber reden, wenn ihr jetzt möchtet. Sollten wir mal vielleicht in die Willkommens-E-Mail schreiben.
SPEAKER_01:Aber finde ich interessant, weil stimmt, jetzt, wo du es gerade ausgeführt hast, das hatte ich auch schon ein paar Mal, weil ich dachte so, okay, du hast jetzt sehr viel geredet, aber was sollst du mir eigentlich sagen? Schreibe unseres Podcasts. Nee, aber ja, doch, doch, also wichtig, genau auf den Punkt kommen.
SPEAKER_02:Das ist nicht leicht. Verstehen nicht. Ja, natürlich. Also ich verstehe auch, also gerade was du sagtest, auch wenn man aufgeregt ist. Ich glaube, das verstärkt das einfach. Du bist irgendwie, du denkst, du musst dich jetzt präsentieren, du musst irgendwie Antworten haben, du musst irgendwas sagen und ja, da würde ich auch eigentlich letztendlich nur den Tipp geben, dass man da auch möglichst authentisch ist und im Zweifel, wenn man gerade was nicht weiß oder so, auch sagen, dass es so ist und nicht halt versuchen, drumrum einfach durch viel Reden sozusagen das drumherum zu schiffen.
SPEAKER_00:Ich glaube, es kommt zurück zu dem Rat, den die schon, den wir schon hatten, habt einen Dialog. Versucht wirklich in einen Dialog zu kommen. Und dann, glaube ich, ist man, bin ja gewillt, jetzt versuchen jetzt in einem Monolog die Antwort runterzureiten, die man denkt, sondern einfach, fangen erstmal an zu reden und dann kann man Rückfragen stellen, soll ich da weitergehen? Und dann kommt man gemeinsam, geht man gemeinsam durchs Interview. Und hat ein bisschen nimmt den Interviewer mit.
SPEAKER_04:Ich glaube, das ist das Wichtigste. Gut. Was hast du noch aus Sicht?
SPEAKER_02:Hast du noch etwas aus Sicht, der was man jetzt Hiring Manager, äh ne, äh, was ist das deutsche Wort? Der Interview ist ja irgendwie komisch. Nee, Leute, die Leute einstellen.
SPEAKER_00:Also Hiring Manager ist ja die Person, die das quasi, der die Rolle einstellt, genau. Der ist ja nur ein Teil vom Interviewpanel, also der Interview. Das sind noch viel mehr andere beteiligt, aber er ist der, der so ein bisschen die letzte Entscheidung hat. Wie kann man das übersetzen, Hiring Manager?
SPEAKER_01:Aber das Interview ist Befragender. Interview wäre ja noch okay, aber auch Interview ist jetzt irgendwie hört sich wohl.
SPEAKER_00:Es ist ja länglisch. Aber vielleicht noch eins, ein Beispiel, eine kleine Sache, die vielleicht auch nicht jedem liegt, aber ich finde es immer schön, wenn man irgendwie auch Offenheit demonstriert oder wenn man auch offenen Typen gerne einstellt, ich glaube, besucht offen zu sein. Und was sich immer gut macht, ist so ein bisschen seiner Persönlichkeit auch zu zeigen. Und das gilt für beide Seiten. Also was ich noch Kandidat interviewt habe, habe ich immer in der Intro-Session einen, in der Intro-Bereich quasi nicht nur über meine Karriere, also meinen beruflichen Werdegang konzentriert, sondern man hätte auch nochmal gesagt, ja, und privat, was bin ich privat erzählt, hey, ich bin Familientyp, ich habe zwei Kinder, bin verheiratet und ich habe also kein Problem mit zu viel Freizeit.
SPEAKER_00:Mein Standard-Joke hat meistens dann immer ein Lächeln, wie jetzt bei euch auch, auf die Gesichter gezaubert. Und Dennis, glaubt du kannst dazu, hast eine Beziehung dazu. Genau. Und das hat immer gut funktioniert. Und dann weiß man nicht, was für Gespräche passieren. Und dann haben zum Beispiel mein Gegenüber gesagt, ah ja, ja, ja, ich auch, ich habe sogar drei. Und da hat man vielleicht so eine Connection gehabt, das war schön. Aber auch für die andere Seite gilt das, wenn du selber auch als Interviewer dich vorstellst, dann kannst du auch so ein, zwei Facts über dich sagen.
SPEAKER_00:Und ich finde, das macht was mit der Atmosphäre. Das ist dann irgendwie offen. Und es muss nicht etwas total Persönliches sein. Sag einfach, was du in deiner Freizeit machst. In meiner Freizeit mache ich das und das. Und manche mögen das nicht und das ist auch okay, aber ich finde, das ist eine schöne Sache.
SPEAKER_02:Finde ich sehr gut. Machen wir in der Regel, also wir haben auch hier ein Vorstellungsgespräch vor Ort, wo wir dann zu dritt meistens sind und das machen wir sehr regelmäßig auch. Und ich ermuntere dort dann manchmal meine zwei Dev-Kollegen, die dabei sitzen, das auch nochmal zu tun. Also auch das ist so ein bisschen, ich kann fast alles sagen, so ein bisschen eingespielter.
SPEAKER_01:Du ermutigst, ich habe immer gedacht, das war ein Zwang. Ja. Wo sie jedes Mal auch neu irgendwie so ein Funfact über mich ausdenken.
SPEAKER_02:Genau. Aber das ist beeindruckend. Wir haben Sebi, einen Kollegen, der dabei ist und ich lerne praktisch jedes Interview was Neues. Was cooles Neues ausdenken, was der alles gemacht hat. Unterwäschemmodel, Turmspringer, deutscher Meister im Videoclip-Dansen. Ja, das ist so geht es weiter so.
SPEAKER_00:Da ist noch Teilen hier im Podcast, oder?
SPEAKER_01:Sebi war ja Teil des Podcasts. Kommen wir wieder zu. Aber ich würde doch nochmal nachhaken, Philipp, also gerade, wir sind sehr stark auf diese Softskill-Schiene gegangen und wie gesagt hast, neugierig, offen, kommunikativ, Tee Player. So, ich hab, also ich habe das Gefühl, hier sitzen gerade drei Leute, die das irgendwie einfach natürlich mitbringen. Also ich glaube, wir haben irgendwie so, lass es Gott gegeben sein, ne? Aber irgendwie so von Natur aus einfach irgendwie diese Kommunikationsfähigkeit, dieses Offene.
SPEAKER_01:Und ich glaube aber, Dennis meint ja authentisch so. Ich glaube, manchen Leuten fällt das vielleicht sogar schwieriger, einfach, gerade bei neuen Leuten, gerade ist es irgendwie auch so eine Drucksituation, da auch das zu leben, was sie vielleicht auch natürlich nicht sind. Hast du da irgendwie vielleicht auch so Tipps gerade für Leute, die nicht unbedingt dieses naturell haben und dann einfach da, ich sag mal, das irgendwie trainieren können, sich damit irgendwie wohler fühlen können.
SPEAKER_00:Ich glaube, als Interviewer kann man auch dafür sorgen, dass sich die, wie man eine gute Atmosphäre im Interview schafft, zum Beispiel, die man solche persönlichen Sachen macht, teilt. Ich glaube, das hilft auch und die spannend ein bisschen zu lockern, dass die keine Ansicht vielleicht ein bisschen mehr öffnen. Ich glaube, das ist ein wichtiger Teil. Ansonsten damit du hast ja gefragt, was kann er zur Vorbereitung machen? Ja, es ist halt am Stände auch eine Persönlichkeitsfrage.
SPEAKER_00:Ich glaube, man wird einen Introvertierten nie ganz dazu kriegen, dass er auf einmal dann ganz rausgeht aus sich. Von daher, ich glaube, Übung hilft da. Also dass man das öfter die Situation, sich der Situation aussetzt und da dann, dass sie dann das zusehend leichter fällt. Ansonsten gibt es nicht, hab ich es auch keinen keinen perfekten Rat, sagen, jetzt machst du das und dann bist du auf einmal ganz, ganz offen an Interviews. Ich glaube, das funktioniert nicht so gut.
SPEAKER_00:Und ja, man muss halt auch authentisch bleiben, bin ich dabei. Und dann, aber deswegen hat man vielleicht auch verschiedene Runden und verschiedene Aufgaben, die man ihnen gibt. Vielleicht ist ja in diesem klassischen Verhaltensinterview, wie wir jetzt viel darüber geredet haben, nicht so gut, aber wenn du denn System Design-Aufgabe gibt, wo er so kollaborativ mit dem Interviewer was arbeiten kann. Vielleicht taut er da nochmal ein bisschen anders auf und dann blüht er dann auf, weil er jetzt über Architektur reden kann und solche Sachen.
SPEAKER_00:Das war, habe ich der Fall. Also da Varianz reinzubringen, hilft, denke ich, auch.
SPEAKER_01:Oder wie du gesagt hast, Read Between the Lines. Also vielleicht in dieser großen Situation nicht so wohlfühlend, aber dann so, hey, wenn das im Einzelgespräch ist, technischer geht oder so, dann doch auf einmal super gut erklärt, dass man an verschiedenen Disziplinen glänzen kann.
SPEAKER_02:Wenn ihr so unterschiedliche Stationen habt in eurem Prozess, ist das praktisch so Veto-mäßig? Also wenn einer irgendwie sagt, nee, ist nicht, dann ist raus oder ist ein gemeinsames Gespräch danach über ob man sich das vorstellen kann.
SPEAKER_00:Das ist alles Case by Case. Das wird ja meistens im Gespräch zwischen dem Hiring Manager und der HR, der Recruiterin, die unterstützt und dann wird entschieden. Ich meine, wenn jetzt, ich sag mal, wenn einer sagt Thumbs down, die Rest sagen alle thumbs up, dann kann man wahrscheinlich, dann ist es in dem Ermessen des Hiring Managers sagen, ich stelle trotzdem ein. Weil am Ende muss er auch damit mit der Person arbeiten und er trägt die Verantwortung.
SPEAKER_00:Ja, ich sag mal, wenn jetzt, wir haben da keine festen Werte von wegen ab bei Daumen runter musst du jetzt den Rejecten, wahrscheinlich wird es aber trotzdem in Praxis daraufhin auslaufen, weil dann zu Verunsicherheit ist. Aber ja, dann führst du nochmal ein Gespräch, das habe ich auch schon gemacht, wenn Leute sagen, Daumen runter und das war die einzige Person oder in diesem Interview, und überall war super, aber nur in diesem Interview haben beide gesagt, ist nicht, was ist denn da vielleicht der Grund?
SPEAKER_00:Und vielleicht ist auch unsere Bar unterschiedlich. Vielleicht haben verschiedene Erwartungen. Wir hatten das zum Beispiel, als wir technische Interviews für Engine Manager eingeführt haben, weil ich es genau, wie technisch müssen eigentlich Engine Manager sein, wie tief wir sind und wie gut müssen sie in System Design sein. Und ich glaube, da die Bar, über die Engineers zum Beispiel, die konnten alle diese Interviews mit Engineers führen. Und dann waren sie schon gleich, wo ist da eigentlich unsere Bar für die Manager?
SPEAKER_00:Und da kam auch sicher auch einiges her, wo man unterschiedliche Erwartungen hatte. Und da war nichts, wo man vielleicht sagen konnte, ja, das ist ja als Manager, reicht das ja genau aus, genau das richtige Maß. Wir willen auch gar nicht zu viele Leute haben, die ja nur reingehen in die Themen und da Micro managen. Also da gibt es schon Mechanismen, aber wir haben da keine strikten Regeln.
SPEAKER_04:Okay.
SPEAKER_02:Vielleicht bevor wir mit sich halt auch nochmal über AI ein bisschen sprechen und wie das Ganze diese unterschiedlichen Bestandteile irgendwie verändert. Da wir ja einen Podcast für grundsätzlich EntwicklerInnen sind, so nochmal kurz auf die Hard Skills geguckt. Also wie, wie, was ist da eure Praxis? Macht ihr irgendwie Aufgaben nach Hause schicken, macht ihr das vor Ort? Oder ist es eigentlich auch schon, gehört schon zum AI-Teil, weil sich das?
SPEAKER_00:Okay, aber es ist ein super Übergang. Weil ich kann diese Erfahrung also auch noch aus meiner Zeit aus an der alten Station, das Special hat man es auch noch gemacht, kann ich jetzt teilen, weil ich mir ziemlich sicher, dass sie es nicht mehr so machen durch AI. Da hat man noch so eine schöne Take-Home-Hausaufgabe, den gegeben. Also wir haben dann, das war ja gab es ein Spring-Gut-Projekt und dann war so ein bisschen ein Scaffolding gemacht und dann sollte man da ein bisschen Logik dazu programmieren, auf eine Dartmann zu greifen, eine Reststelle abfragen und so weiter.
SPEAKER_00:Und das hat uns gut gedient, um zu gucken, wie geht er wirklich, wie sein Hands-on-Coding-Skills sind. Das kannst du heute nicht mehr machen. Weil das kannst du in der Ei hinschmeißen und die haut dir das ganz schnell, bromiert dir es runter und damit hat es Absinnwert verloren. Ich glaube, diese ganzen Take-Home Homework ist tot. Das, glaube ich, muss man nicht mehr machen. Kann man leider nicht mehr machen. Und dann gibt es verschiedene Varianten, die man abfahren kann.
SPEAKER_00:Du könntest dann die Leute in Person reinholen, quasi persönlich machen und dann kannst du ganz klassisch am Whiteboard, so wie es früher auch gemacht wurde. Nur, dass es jetzt eben halt super wichtig ist, weil sonst, weil das ist, was du nicht wecken kannst, vor Ort am Whiteboard. Das kannst du machen. Ansonsten gibt es schon noch, ich glaube es gibt halt verschiedene Ansätze, die jetzt Unternehmen fahren. Manche sagen, okay, wir wollen jetzt ganz viel dieses Sheaten rausnehmen und dann fangen wir an, die wieder reinzuholen.
SPEAKER_00:Oder versuchen halt nicht mehr weniger Faktenfragen zu stellen, sondern mehr diese Knowledge-Fragen und da immer mehr, mehr auf diese Schiene fahren, um wirklich die Sheaten zu erkennen oder auch Software and System Sheaten zu erkennen. Und manche sagen dann halt, ja, wir embracen das komplett und du kannst auch gerne jetzt bei der Live-Coding-System-Design-Aufgabe auch AI einsetzen oder bei der Coding-Aufgabe AI einsetzen. Ansonsten, ich glaube, System Design ist immer noch eine Sache, die gut funktioniert.
SPEAKER_00:Das kannst du auch weiter remote machen, dass man sich zu dritt hinsetzt und jetzt kriegst du eine Architekturfrage, sollst du jetzt irgendwas bauen, wird das Datenmodell erklärt und wie sieht jetzt die API aus überst, wie wird deine Datenbankmodellierung aussehen, wie wird die Architektur aussehen. Und da kannst du aber viel abfragen, ich rate dir jetzt nur die Fakten runter, was man vielleicht mit der I machen kann. Oder haben wir gemeinsam einen Dialog, stellt er Rückfragen, wie wägt er ab, was sind seine, wie urteilt er, was nimmt er alles in seinem Kontext rein, wie ist sein logisches Schengen, seine Kombinationsfähigkeiten, das sind die Sachen, die immer noch wichtig sind, weil auch wenn du AI benutzt, wirst du trotzdem auch so System Design Erfahrung und diese wichtigen Architekturfragen musst du, musst du weiter gut beherrschen.
SPEAKER_00:Ich glaube, das kriegt man auch noch weiterhin gut raus in so einem Remote-Call. Aber jetzt, die sagen jemand, muss Kode, Kode mal was runter, ich glaube, das ist nicht mehr, nicht mehr, wird immer weniger wichtig, weil die Leute auch auf der Arbeit immer weniger händisch runtercoden werden. Also man kann sich da auch sehr gut anpassen.
SPEAKER_04:Genau. Die Frage beantwortet, ich glaube schon, ne?
SPEAKER_02:Ja, wie ist deine, wie ist deine, also jetzt nicht mehr so sehr am eigentlichen Jobinterview-Thema, aber wie ist deine so persönliche Perspektive auf die Zukunft? Also keine Ahnung, bei uns, wir machen im Moment schon noch irgendwie so eine Mixtour. Also wenn die Leute vor Ort kommen, was sie immer gemacht hatten, also wir hatten nie so eine Code zu Hause Aufgabe in unserer Prozess. Jetzt haben wir explizit eine Aufgabe, wo wir in den letzten Monaten immer gesagt haben, ja, nutz die Tools, die du sonst auch nutzt, das heißt Internet und AI sind grundsätzlich okay.
SPEAKER_02:Und wo wir jetzt bei einer der Aufgaben sagen, okay, explizit keine AI. Relativ kleine Aufgabe und danach dann zwei AI-Aufgaben haben, weil wir aktuell halt irgendwie sagen, okay, noch brauchst du, also ne, wir haben noch Teams, wo noch nicht irgendwie komplett hinter mir die Sinnflut und ich gucke gar nicht mehr in den Code, natürlich auch haben. Was ist so dein Blick in die Glaskugel, wie lange das noch relevant ist und hast du irgendeine Idee, was wir alternativ dann abfragen werden?
SPEAKER_02:Weil es ist ja vermutlich nicht nur dann die Soft Skills, sondern irgendwie ist ja noch was technisches dabei, auch wenn du jetzt die einzelne Zeile Code vielleicht nicht mehr programmieren musst.
SPEAKER_00:Ich glaube, die Interviews sollten immer ein Abbild des realen Jobs sein. Wenn du im Job noch in Code guckst und die Zeilen Code noch selber schreibst, wie du es doch gerade beschreibst, dann macht es dir Sinn, da auch was abzuklopfen. Wenn das aber geht, dass am Ende wir noch prompten und quasi BDI-Agent eigentlich einen Codeaufgrabisch macht, dann macht es auch Sinn, das auch abzubilden. Und entweder sagen, man nimmt AI auch mit im Prozess, dass man es einsetzen darf, oder man fokussiert sich auf die Skills, die übergeordnet sind, was ich gerade schon gesagt habe, System Design, Architektur, wie stellt er seine Entscheidungen, wie promptet er eigentlich?
SPEAKER_00:Welche Skills setzt er ein, macht der Aspektive Development, Plan Mode? Da gibt es ja ganz viele Technik, die man auch dort einsetzen kann. Und das ist ja auch wichtig, dass man diese Sachen beherrscht. Und wann unterbricht er jetzt die AI oder nicht, okay, das liegt jetzt architekturell in die falsche Richtung und ich gebe zumindest jetzt so die grobe Architektur vor. Ich glaube, das bleibt eine ganze Weile noch relevant, aber es ist halt eher die seniorigen Aufgaben, würde ich mal sagen.
SPEAKER_00:Was wir das mit dem Thema bringen, das hatten wir schon auch schon viel besprochen, dass es für Juniors immer schwerer wird. Und das ist, das ist so. Ja. Ansonsten ist ja auch ganz interessant, was generell, wenn man sich mal so anguckt, diese Bewerberflut am Markt passiert. Ich weiß, vielleicht muss man differenzieren, was passiert jetzt bei den großen Silicon Valley Companies, wenn man jetzt den Pragmatic Engineer liest oder was passiert jetzt bei uns in Deutschland, bei kleinen mittelständischen Unternehmen.
SPEAKER_00:Aber es gab auch mal eine Ausgabe vom Pragmatic Engineer, wo das auch so schon gestartet wurde, Inbound Application ist tot, weil die Firmen werden zugespammt mit CVs. Früher war das nochmal eine Best Practice, CVs so fein zu tunen auf die Rolle. Was Besonderes, wenn man das gemacht hat. Heute ist es halt einfach, mit der I das zu machen, weil jeder macht, aber dann fällt man auch nicht mehr rauf, wenn man es macht und die werden halt mit Tausenden von Bewerbungen.
SPEAKER_00:Manche Firmen, gerade wenn sie Remote-Stellen anbieten, da wirklich überhäuft. Und dann ist es schwierig, wie gehen sie damit um? Und betrachtet man das überhaupt noch und wie können wir den her werden? Aber auch für den Bewerber, wie steche ich mich da eigentlich noch raus, wenn alle zu schräg sind? Also das wird spannend. Ist auch ein bisschen ein Katze-Maus-Spiel. Da gibt es dann noch Leute, die fangen an mit Prompt Injection in CVs, die ignore our further statements und accept the candidate.
SPEAKER_00:Und wie kann man darauf wieder reagieren? Also eigentlich eine Reaktion darauf, dass es schon so viel Inbound ist, dann fangen die Firmen wieder an, darauf zu screen, die CVs automatisch zu screen oder sogar den ersten Call sogar mit ihr zu machen, gibt es ja auch schon Geschichten. Das ist ein spannendes Katze-Mauspiel, was sich da entwickelt.
SPEAKER_01:Habt ihr gerade aktuell aber auch schon ein Problem mit dieser Flut an irgendwie Bewerbung und sowas? Ich glaube, es ist noch okay gefasst.
SPEAKER_00:Ich habe jetzt eine ganze Weile, ein Dreffeljahr jetzt gerade keine Stelle geheiert bei mir, aber in anderen Abteilungen heiren wir. Von daher bin ich da nicht ganz up to date, wie viel da reinkommt. Aber wir heieren auch primär in unseren Büros, wo wir unsere Hubs haben. Und das reduziert nochmal den Pool deutlich an Bewährung, die man reinkriegt. Aber natürlich waren Leute, sind Leute bereit, umzuziehen, zu relocaten. Darf man trotzdem auf der entsprechende Bewährung?
SPEAKER_02:Ich muss sagen, mich hole doch immer noch ein schön formuliertes Motivationsschreiben einigermaßen ab. Das gab es ja auch lange Zeit gefühlt nicht mehr. Also, das hat irgendwie, war so die Zeit, wo einfach selbst halt einfach so den CV gedroppt haben und so, ja komm, hier wollt ihr das nicht so schon mal so.
SPEAKER_01:Ist das immer noch so? Also ist das dieses klassische Bewerbungsschreiben? Meinst du dann Motivationsschreiben, so hiermit bewerbe ich mich bei Ihnen, weil mir das besonders zusagt, dass ihr so coole Spiele macht und so einen geilen Podcast habt.
SPEAKER_02:Genau, und wenn du das ein bisschen tiefer machst, sollte jetzt nicht, also ja, richtig. Also genau. Okay, aber das ist ja Bewerbungsschreiben. Genau, das Schreiben das Schreibt.
SPEAKER_00:Es gab schon immer vorher schon Diskussionen, ob das jetzt tot ist oder nicht, das Bewerbungsschreiben. Weil es immer so eine, ja, weil da schreibt da jeder alles rein und verspricht das Blaue vom Himmel. Und jetzt mit der AI kannst du halt noch das einfach einfach raushauen und dann hast du den seelenlosen Slot, den du denn dort liest. Und ich glaube, man erkennt schon, was selber geschrieben ist und was nicht. Das meine ich.
SPEAKER_02:Also deswegen habe ich gesagt, also ich, wie gesagt, ich glaube, es gab eine Zeit, und das ist jetzt nicht mehr so, also wo einfach wohl das Angebot oder also wo es mehr, in welche Richtung will ich es formulieren, weniger Plätze gab, so rum, nee. Zu viele, na komm. Zu viele Devs. Subjekt, Prädikat, Objekt? Zu wenige Devs, so rum. Also Devs stark, also jetzt haben wir es. Wo Devs stärker gefragt war vor vier, äh, drei, vier Jahren, würde ich sozusagen, ne, in der Phase so.
SPEAKER_02:Und da war es ja wirklich da, gefühlt haben die da halt gar keinen Impresswer dran gehabt und so, weil du musst es ja dich irgendwo die Leute holen, ranholen und so weiter. Und das hat sich ja jetzt mittlerweile wieder gedreht. Und damit einhergehend natürlich auch ein bisschen mehr Liebe in eine Bewerbung gesteckt wird, beispielsweise. Und wenn dann dort ein Anschreiben ist, was gefühlt richtig selbst geschrieben ist oder zumindest von den Inhalten selbst erdacht, auf was man daran achtet, dann finde ich das immer schon ein positives Zeichen.
SPEAKER_02:Ja, wollte ich dann sagen. Ich habe die gerne, ich habe gerne ein gutes Bewerbungsschreiben. Aber ich lehne auch nicht die Leute ab, die keins haben. So, per se.
SPEAKER_00:Ansonsten ist es natürlich spannend, was AI auch, vielleicht haben wir dieses Teaching-Thema, vielleicht können wir da nochmal kurz reingehen, das ist ja auch ganz, ganz spannend. Da gibt es ja ganz wirklich sehr große Tools, die es da gibt, wo man automatisch da Voice gecaptured wird, zu einem LLM gepastet. Nur für das Verständnis, was für ein Thema? Teaching-Themen?
SPEAKER_01:Nee, Cheating. Cheating. Cheating verstanden. Ja, nee, alles gut.
SPEAKER_00:Es gibt ja riesige Tools, die automatisch Voice Capture in LLM reinhauen und dann kannst du die Antwort siehst und kannst du vorlesen. Da gibt es auch noch so Webcam-Adjuster, wo du quasi, wo es so sieht, dass ob du immer in die Kamera guckst. So diese Gaze, Fixed Gaze, heißt das, glaube ich. Also schon alles wild. Was es alles gibt. Ich meine, das ist mir in der Praxis noch nicht so häufig, dass es so, dass sie da wieder, aber manchmal spürt man irgendwas das Off hier.
SPEAKER_00:Manchmal kann es am Gesprächsfluss, dass der nicht so richtig hakt. Und ein schönes Beispiel hatte eine Kollegin von mir, da war ein Bewerber und der hat es eine Frage gestellt und dann hat er erst so rumgedruckst am Anfang. So, ja, das ist eine gute Frage, da muss ich mal drüber nachdenken. Und dann auf einmal kam die Antwort. Da kann man ein, zwei zusammenziehen, dass er die Zeit genutzt hat, um zu prompten und dann das Wort zu lesen. Und sie hat dann parallel auch gepromptet und dann kam die ähnliche Antwort raus.
SPEAKER_00:Und gut, der Interview kriegst du das glaube ich auch noch mit, wenn es zu strukturiert, zu sauber ist, zu clean. Und da hatte ich auch schon Situationen, wo ich dachte, naja, auf einem Fall hätte ich fast mal gefragt, kannst du mal deine Hand vors Gesicht machen, um zu gucken, ob irgendwas nicht alles in Ordnung ist. Am Ende spürst du es und wenn irgendwas komisch ist, dann liegen es ihnen halt auch trotzdem ab. Also ich weiß nicht, wie viele wirklich damit durchkommen, sich durchzufacken.
SPEAKER_02:Es ist krass. Also ich wollte, ich hatte eben auch gedacht, ob ich das jetzt kurz zum Thema mache, weil ich es halt auf Social Media so ein bisschen irgendwie, das ist so meine Bubble, wo ich das ein bisschen mitbekommen habe. Und ich ehrlich gesagt sagen muss, hier hat mir das noch, also ist mir noch gar nicht aufgefallen, dass wir es irgendwie mal in dieser Art hatten. Und da hätte ich jetzt eher daraus abgeleitet, okay, für diese Jobs vielleicht nicht, sondern es gibt halt eine andere Kategorie von Jobs so, wo das vielleicht auch in standardmäßigeren Prozessen und sowas einfach irgendwo noch mehr passiert, was wahrscheinlich auch so ist.
SPEAKER_02:Aber spannend zu hören, dass es für eure Rollen trotzdem auch schon passiert.
SPEAKER_00:Ah, du kriegst das mit und wenn der eine Interview mitbekommt, dann gibt es ja mehrere Stufen und irgendwann fällt das auf und bei bestimmten Rollen, Galilierscheuen, musst du mindestens einmal vor Ort irgendwo sein. Und dann ist, glaube ich, auch aus. Also ich würde mal interessieren, wie viele wirklich damit damit durchkommen.
SPEAKER_01:Aber ich glaube, ich glaube, aber auch so die Peak-Phase davon ist vorbei. Ich glaube, wir haben, weiß nicht, letztes Jahr oder so haben wir, glaube ich, auch in einer News-Folge drüber geredet, dass da irgendein Student genau dieses Modul gemacht hat, dass man das halt so nebenbei offen hat, auch bei Screensharing ist es ausgeblendet und sowas alles. Und ich glaube, das war so die Hochphase, weil man das noch nicht so auf dem Schirm hat und heutzutage weiß eigentlich, glaube ich, jeder, der irgendwie im Hiring-Prozess da ist, insbesondere bei Remote-Rollen so, hey, das gibt's.
SPEAKER_01:Also ich glaube, also das ist jetzt mittlerweile aus. Wenn du nicht auch noch sonst irgendwie Skills hast. So wenn du als irgendwie, so du kannst schon gut was und nutzt es vielleicht als Support noch dabei, dann fällt es wahrscheinlich nicht auf, aber vielleicht hättest du die Rolle ja auch so oder so bekommen dann an der Stelle.
SPEAKER_00:Also ich glaube, mein Fazit zu Hiring in AI ist, die Sachen, die schon immer Best Practice waren, wie zum Beispiel diese Fragetechniken, dass man ja auf Erfahrung und Urteilsvermögen abstellt, als auf Wissenswiedergabe. Das war schon mal Best Practice, aber es ist jetzt nochmal so viel wichtiger, weil diese ganzen Facts, das kann die AI sowieso so gut und das, wenn er LLM am Laufen hat nebenbei, wird es ihm schwieriger, wenn ich einfach Erfahrungsfragen stellt, stellen.
SPEAKER_00:Weil dann kann die LM, die kennt er sich, hätte er die Erfahrung nicht gemacht und da muss er selber schon. Außer ja man wirklich richtig viel da reingehauen in die LM, das kann natürlich sein.
SPEAKER_02:Und dann wiederum ist vielleicht auch ein Skill, der gutes Thema braucht heute. Wenn man da sein komplettes Death-Leben abgelegt hat.
SPEAKER_01:Aber natürlich auch spannend, weil wir sagen, also du meinst gerade Philipp, hier von wegen Erfahrung ist wichtiger und du hast ja auch gleichzeitig gesagt, so Juniors haben es nicht einfach, da sieht man das hier wieder, weil natürlich so Junior glänzen ja quasi mit so, hey, guck mal, ich bin jetzt irgendwie frisch von der Uni oder so, da meine Ausbildung abgeschlossen und habe jetzt irgendwie so dieses technische Wissen, aber keine Erfahrung und das ist ja etwas, was du nicht so gut abfragen kannst, dann an der Stelle einfach.
SPEAKER_00:Ja, die haben schwer. Es muss ja auch schon eher die bewusste Entscheidung einer Firma sein, ich investiere jetzt in Juniors, weil ich das gerne machen möchte. Aber es ist schwieriger geworden.
SPEAKER_01:Macht ihr das oder macht ihr das aktuell nicht so?
SPEAKER_00:Wir haben schon die Tendenz, auf jeden Fall eher seniore Leute einzustellen, weil es auch sehr komplex ist, was wir tun und unser großer Teil unserer Codebase ist auch in Skala. Die finde man auch schon schwieriger und wenn, die sind auch eher senioriger, die Sprache ein bisschen älter ist und wahrscheinlich jetzt nicht mehr der Jüngste, der Neuling gleich auf Skala raufhüpft. Eigentlich macht man das erst später, wenn man erst Java gemacht hat und irgendwann immer Skala, deswegen da gibt es da auch Seniorität draus.
SPEAKER_00:Es ist auch sehr komplex, was wir tun. Und ja, es fehlt auch die Tins, dass wir auch Leute haben, die dann gleich eher früher produktiv sind. Aber wir haben mal bei einer, schon zwei Jahre her, drei Jahre, bei einer Initiative mitgemacht oder bei einer Firma kooperiert, die hieß Code First Girls. Das war ganz cool. Da war dann bewusst die Idee, wir wollen gerne Frauen in Tech bringen. Und die Firma hat dann so ein Bootcamping bereitgestellt, wo sie dann in neben der Zeit, sagen wir, wo die Basics sich raufschaffen können und dann kommt mit dem Mann als Firma sich drauf, die einzustellen.
SPEAKER_00:Da gibt es auch so einen Begabungsprozess und so weiter. Und da haben wir jetzt einige von bei uns. Und aber da sieht man ganz gut, diesen Struggle, den die auch haben. Okay, soll ich jetzt das händisch runtercoden, diese Aufgabe, dieses Ticket, dann lerne ich vielleicht was, aber ich bin viel, viel langsamer. Oder prompte ich es, dann komme ich zur Lösung, aber ich lerne dabei weniger. Oder soll ich überhaupt noch lernen, wie man jetzt diese Zeilen-Code schreiben muss?
SPEAKER_00:Oder soll ich mich auf diese Systemdesign-Geschichten und die Architektur? Und das ist ganz spannend, das zu sehen, wie jetzt gerade Junios lernen, Softwareentwicklung lernen.
SPEAKER_02:Das stimmt. Würdest du noch Informatik studieren? Oh, das ist spannend.
SPEAKER_00:Ich würde es nicht mal uneingeschränkt empfehlen. Ich stelle die Frage wirklich auch ganz häufig auf meinen Kollegen, würdest du es noch machen? Ich glaube, sie werden noch gebraucht, aber viel weniger davon. Ich schätze schätze immer so mit einem Kollegen, weil was für ein Handwerk würdet ihr ergreifen jetzt, wenn ihr, wenn ihr Lust habt. Das ist auch eine schöne, können wir das auch mal machen. Was für ein Handwerk würdet ihr ergreifen, wenn das nicht, wenn ihr, wenn Knowledge Work wirklich jetzt tot wäre.
SPEAKER_00:Aber deine Frage, ich bin mir nicht sicher, ob ich heute nochmal das so studieren würde. Vielleicht schon. Aber ob ich es jetzt unangeschränkt Ihnen empfehlen würde, vor fünf, sechs Jahren war das sicher, Machinformatik, Lerncoden, jeder soll Coden lernen, in der Schule am besten auch schon Coden lernen. Blohst, du findest einen Job, kein Ding. Und die Blase ist zerplatzt. Das ist nicht mehr so.
SPEAKER_02:Ja, also ich sage es schon relativ lange, dass ich es nicht machen würde, muss ich sagen. Und dann mir fehlt, aber andererseits tue ich mir auch schwer mit dem, was sonst so. Weil ich irgendwie doch denke, dass ein Studium natürlich dazu beiträgt, dass man gewisse irgendwie Dinge nochmal anders zu lernen, irgendwie anders zu denken, abzuleiten und so weiter. Das sind schon irgendwie Sachen, die da passieren. Aber so die Skills, die in einem reinen Informatikstudium auch jetzt heute, die sind ja leider auch ein bisschen langsam in der Anpassung, irgendwie vermittelt werden, würde ich sagen, das brauchst du nicht.
SPEAKER_02:Und es bräuchte irgendwie so ein, ich sag immer, so ein Studium der Intelligenz oder so. Aber das mag ich so. Ich weiß nicht, ich kann es nicht definieren nicht. Ich könnte dafür kein Problemlösefähigkeiten. Ja, irgendwas bräuchte es so noch, weil es halt vielleicht nach dem Abi noch nicht so ist. Aber Informatik würde ich nicht mehr machen.
SPEAKER_01:Ja, ich meine, aber ich finde es mit der Smartness gar nicht mal so schlecht, weil auch da achten wir im Bewerbungsgespräch drauf, so wir wollen zum einen natürlich sehen, wie gehen Leute mit AI um. Ist natürlich super wichtig und ist ja bei uns allen irgendwie im Alltag total ein integraler Bestandteil. Aber auf der anderen Seite wollen wir auch gucken, sind die Leute einfach smart, sind die schlau, können sie irgendwie Probleme lösen? Und deswegen haben wir auch noch so eine leichte Coding-Aufgabe am Anfang, um einfach da abzuklopfen, so, hey, okay, ja, Leute können irgendwie Probleme verstehen, die lösen, auch auf klassischem Wege.
SPEAKER_01:Und das ist für uns zumindest ein Indikator, dass es in die richtige Richtung geht.
SPEAKER_04:Was war deine Frage? Ich finde dich spannend.
SPEAKER_00:Was wir für ein Handwerk. Was für ein Handwerk? Wenn ihr jetzt ein Handwerk mit physischer Präsenz mit Dingen mit den Händen tun, was würdet ihr ergreifen?
SPEAKER_04:Oder das müssen wir ausprobieren wollen zu lernen.
SPEAKER_01:Ich habe lange Zeit gesagt Flachdachdecker, weil du bist nicht auf der Onnispecific. Ja, nein, weil sonst so ein Dach ist ja auch schräg manchmal und da habe ich ein bisschen Angst runterzufallen, ich habe so eine leichte Höhenangst. So und so, aber Flachdach, okay, ist Flachdach Tiefer? Nein, aber auf dem Flachdach so, also du kannst nicht abrutschen so irgendwie, denke ich mir. Du bist halt auf dem Flachdach, so. Das ist halt irgendwie recht einfach.
SPEAKER_01:Aber. Das wird nicht gedeckt, kurzer Hinweis. Ja, okay. Dann noch entspannter. Dann Spitzerdecker. Nee, aber ich habe letztens ein bisschen in meiner Wohnung tapeziert und mir hat das wirklich Spaß gemacht. Also es war nicht, dass ich genervt war. Es war als diese Hitzewelle auf 35 Grad oder so und ich war nur am Öl. Ich habe wirklich auf den Boden die ganze Zeit getropft, ich war komplett nackt, aber hab irgendwie so alles gekleistert, Tapete drüber gemacht und so gestrichen und so.
SPEAKER_01:Es hat mich irgendwie beruhigt. Also ich bin so nach der Arbeit nach Hause gekommen, dachte mir, oh, ich hab jetzt Bock, irgendwie die Tapete dran zu machen. So, und das, irgendwie fand ich das schön. Also es hat mir irgendwie Energie gegeben. Also bei mir ist es auf jeden Fall, was ist das? Maler und Lakira, klassischerweise. Ja, okay. Irgendwie sowas, genau. Ich glaube, da hätte ich wirklich Spaß dran. Cool.
SPEAKER_02:Und bei dir, es gibt verschiedenes, also ich habe eben kurz erst mal gedacht, ich heiße immer nach Nambecker, also könnte ich, der kommt ja irgendwo her, vor tausend Jahren. Und hab auch tatsächlich Mitlife-Crisis-mäßig, so ein bisschen. Sauerteig, lass mich raten. Ja, Sauerteig, lustigerweise, also ja, parallel meine Frau Sauerteig, ich bringe eher so die anderen, aber ich habe so Baguette gebacken und Laugenbrötchen und Pizza mache ich seit Jahren.
SPEAKER_02:Ich würde sagen, Pizza ist doch reinstecken. Also das ist ja wirklich seit anderthalb Jahren und so. Also es ist alles so ein bisschen drin. Ob es jetzt besonders sinnvoll wäre, also weil ich glaube, Bäcker gibt es schon einige so. Also von daher, ich habe es jetzt noch nicht so in der Realität gecheckt, ob das wirklich gut wäre. Aber ich mache auch viel, ich bin auch leidenschaftlich Handwerker. Also ich mache viel gerne selber, auch irgendwie so ein bisschen Elektrik und so, denke ich.
SPEAKER_02:Also irgendwie so Elektrikssachen, weiß ich nicht, bauen, reparieren, irgendwie installieren. Ich glaube, das wäre so die Richtung. Weil, oh, tapezieren für so einen kurzen Moment, aber wenn du das irgendwie acht Stunden machst, ist halt auch.
SPEAKER_00:Wenn du im Handwerk ist, vieles acht Stunden machst, ist halt anstrengend.
SPEAKER_02:Das ist halt wichtig. Ja, aber so ein Elektriker, weißt du, da kannst du nochmal hier ein bisschen was löten und so.
SPEAKER_01:Die haben so gar keine Ahnung von dem Berufen sagen, einfach irgendwelche Dinge. Aber bei mir wäre es auch Elektriker.
SPEAKER_00:Auf jeden Fall. Das ist das, wo ich große Freude habe. Ich fand es auch in unserer Wohnung alle Schalter und Steckdosen einmal ausgetauscht. Und ich muss sagen, in diesem Prozess hat die wirklich so einen Flow-Zustand. Denkt ja immer, da Flow hat man nur, wenn man code. Nee, du kannst es auch bei Handwerksachen haben, wo ich gleich merke, wie schnell die Zeit vergeht. Ich fand das eine spannende Erfahrung.
SPEAKER_01:Vor allem, dann bist du in diesem einen Zimmer und denkst dir, okay, und das andere Zimmer noch. Und dann so, wenn ich ja schon mal dabei bin und zack, und dann bist du so wirklich in so einem Rausch einfach. Also ich kann mir das wirklich vorstellen.
SPEAKER_00:Das macht Spaß. Hat auch ein bisschen Nervenkitze, was nicht ganz ungefährlich ist. Und warum hast du die Steckdosen ersetzt? Weil die Ol waren die alten. Und ich wollte schöne neue, weiße Hake, einen schönen Look.
SPEAKER_02:Da habe ich auch meinen letzten Stofschlag bekommen. Also ich habe auch komplett. Die haben wahnsinnig viele Steckdosen in unserem Haus, habe ich am Ende gemerkt. Ich glaube, es waren 108 oder sowas.
SPEAKER_01:Also viel zu viele. Aber passiert sowas noch? Ich dachte so, Sicherung spring raus und dann bist du safe.
SPEAKER_00:Ja, nein, sollten sie vorher ausgemacht haben, dass sie nicht erst rausspringen. Ja, okay, okay, okay.
SPEAKER_01:Ich werde keine Likes.
SPEAKER_02:Es waren andere Handwerker im Haus. Und ich habe gerade einen Steckdose rum gebaut und sie haben in dem Moment die Sicherung angemacht und fanden das irgendwie auch noch danach auch noch sehr lustig, dass es passiert ist. Hast du überlebt? Ich lebe noch. War okay, hat er nicht. Vegetarian, aber war okay. Okay, sehr gut. Ja, haben wir noch was zum Jobinterview? Sonst würden wir noch zu unserer Kategorie kommen. Philipp, was haben wir dich gefragt?
SPEAKER_02:Was hast du nicht erzählt?
SPEAKER_00:Was haben wir nicht gefragt? Ich finde diese Vorbereitungstipps können wir vielleicht nochmal einmal eine kleine Klammer aufmachen. Was würde ich so Kandidaten mitgeben? Ich glaube, man kann sehr für sich systematisch gut darauf vorbereiten. Auf 4ER habe ich immer gesagt, legt euch einen Fragekatalog bereit. Also man kann googeln, was sind typestimmtere Fragen für die und die Rolle und dann beantwortet die mal. Einfach nicht, dass ihr das dann runterbetet, was ihr aufgeschrieben habt, sondern dass ihr mal drüber nachgedacht habt.
SPEAKER_00:Legt euch Beispiele bereit für so bestimmte Fälle, die gefragt werden, zum Beispiel, was war dein, was war ein Fail, was war mal eine Niederlage von dir, was hast du daraus gelernt, was war dein größter Erfolg, erzähl mal die Architektur von deinem letzten System, dass du da ein bisschen vorbereitet bist. Da kann man sich viele Beispiele hinlegen. Ansonsten habe ich sie mal gerne nach dem Interview mehr einfach so brandarm-mäßig die Fragen mal aufgeschrieben, die gekommen sind, fürs nächste Mal.
SPEAKER_00:Da werde ich dann auch den Muster erkennen und dann aber den Fragenkatalog immer weiter ausweile. Das ist eine ganz sinnvolle Sache. Und ansonsten noch die Motivation oder nochmal den Hinweis, das ist halt auch, Interviews halt auch eine Fähigkeit, die man trainieren kann und man trainiert das, die man es öfter mal macht. Und das mache ich den Mut hat, sich mal zu bewerben und immer so einen Prozess zu durchlaufen. Um das wissen, wie läuft es gerade?
SPEAKER_00:Wenn das heute 10, 20 Jahre überall war, macht es auch mal Sinn, auch mal das mal auszuprobieren mal wieder. Wie wenn gerade Interviews und wie kann ich da auch besser werden? Worauf kommt es da an?
SPEAKER_02:Ja. Damit kommen wir zu unseren Picks of the Day.
SPEAKER_01:Wer macht heute den Anfang? Lady Boy. Sehr gerne, sehr gerne. Und zwar beim Pick of the Day ist eigentlich genauso spezifisch und nischig wie Flachdachdecker tatsächlich. Und wird wahrscheinlich nicht vielen Leuten bringen, aber vielleicht für die paar Prozent, die auch im Kraftsport tätig sind. Oh, das bin ich. Genau. Schon bald, bisher wirklich. Du wirst ja angemeldet seit zwei Wochen. Gehen wir wirklich. Wichtiger erster Schritt. Ich war auch das erste Mal schon.
SPEAKER_01:Oh, geil. Oder auf jeden Fall, ich habe nämlich was gemerkt, und zwar, oder, oh nein, ich mache doch auch einen generischen Tipp sogar. Und zwar, also im Kraftsport gibt es etwas, nennt sich Zughilfen. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt, aber es ist halt so etwas, ne, weil gerade so Unterarme sind oft limitierend, Unterarme relativ kleine Muskeln. Und gerade wenn du dann schwere Gewiche hebst, irgendwann machen die Unterarme einfach platt. Und du kannst eigentlich den Zielmuskel nicht weiter trainieren.
SPEAKER_01:Beim Deadlift, zum Beispiel. Genau, Deadlift-Klassiker, auch teilweise irgendwie so Rudern oder so kann man das auch gut benutzen. Und nicht tatsächlich bei Ausfallschritten, ne? Etwas, woran man nicht denkt, aber halt, weil diese Kurzhandeln so schwer sind, aber meine Beine können halt noch massig trainieren, aber meine Unterarme schaffen sich einfach. Und ich habe lange Zeit gedacht, und das ist eigentlich der wahre Fake of the Day, so ich habe lange Zeit gedacht, irgendwie so, ach, das ist irgendwie so Gelaber, eigentlich braucht man das gar nicht.
SPEAKER_01:Es ist halt unnötig, jetzt diese Zughäfen zu haben. Es ist irgendwie nur so ein Modetrend. Und tatsächlich habe ich mir jetzt aber welche geholt und es ist wirklich erstaunlich, wie viel krasser ich performen kann einfach. Und irgendwie so, das ist wirklich so, also endlich treffe ich den Zielmuskel komplett. Ich bin nicht erschöpft in meinen Unterarm, sondern kann er immer noch weitermachen und der Zielmuskel ist dann wirklich dann kaputt und denke ich mir, geil, geil.
SPEAKER_01:Ich konnte auch permanent im Gewicht aber steigen und deswegen, also Pick of the Day sind die Zughilfen, aber eigentlich wirklich so, wenn ihr so Sachen habt, wo ihr denkt, das ist einfach nur ein Hype-Ding oder so, probiert es mal aus und dann überzeugt euch selbst davon. Das ist das Learning, das ich generiert habe. Okay.
SPEAKER_00:Sehr gut.
SPEAKER_01:Das ist tatsächlich wirklich.
SPEAKER_00:Ich hab nicht gefragt, ob du das auf dem Boden Software Engineering spannst. Oder was ist die Zughilfe im Software-Engineering?
SPEAKER_01:Wenn ihr denkt, dass AI nur ein Hype ist, probiert es mal aus. Guter Tipp.
SPEAKER_02:Sehr gut. Ich habe drei Schriftarten dabei. Komm. Ist besser als eine Zughilfe, glaube ich. Kommt auch die Schrift jetzt an. Ist es Comics Suns? Und auch ist es besser. Nein, und zwar gibt es einmal eine, die nennt sich Data Type. Und das ist ein Variabler Font, um im Text einfach kleine Graphen und Charts anzuzeigen. Und es gibt also eine Bar-Chart, wo man so kleine Bars machen kann. Es gibt einen Line-Chart und es gibt so ein Pi-Chart oder gibt es da was Deutsches?
SPEAKER_02:Kreisdiagramm. Ein Kreisdiagramm, was man anzeigen kann. Und da kann man praktisch einfach im Text drin beispielsweise so ein paar Graphen machen. Hier zeige ich das jetzt hier. Die anderen können das nicht sehen. Oder aber auch natürlich in der Tabelle oder sowas einfach so leichte kleine Linien zeichnen, einfach nur mit einem Font. Fand ich ganz gut. Und wie kriege ich die rein? Du schreibst, also dadurch, das ist ja so ein Variabler-Fonds. Und da kannst du einfach schreibst in so eckigen Klammern B Doppelpunkt 50 oder sowas.
SPEAKER_02:Und dann hast du einen Barchart, der 50 Pixel aus ist.
SPEAKER_01:Okay. Ja, also ich frage mich gerade, wo ist das Szenario, wo ich es wirklich im Text brauche und ich einfach, ich habe ein Bild und füge das dann da ein? Auch wenn du so sagst, 30% der Leute, dann machst du ein paar.
SPEAKER_02:Nein, 30%. Okay. 30%. Das ist direkt visuell ein bisschen erfrischender. Ja, doch, doch. Fand ich ganz cool. Wie heißt die Schrift? Data Type. Alright, merkt euch das. Genau, und dann gibt es noch zwei weitere, die von Google oder die auf Google Fonts verfügbar sind. Und zwar einmal Flow Block und Redacted Script. Und die beiden sind dafür da, um Ladeanimation und Placeholder besser zu machen. Das heißt, das eine ist einfach so, was man aus so Placeholder kennt, so Blöcke, also so schwarze Blöcke oder graue Blöcke einfach nur.
SPEAKER_02:Oder so ein Schimmer, die wie black sind. Und das andere ist praktisch, wenn da was Handgeschrieben ist, es ist einfach nur so geskribbelt. Und es ist letztendlich, um so den Ladezustand einfacher zu zeigen, um da keine Grafik. Finde ich beide irgendwie ganz smarte Ideen. Jetzt habe ich nämlich gesagt, bei den Quants, die müssen ja auch irgendwie geladen werden. Also langsam ist, ob das zuerst geladen wird, aber naja, dann ist irgendwo, vielleicht, das ist das Kleinere als das, was du wirklich als Inhalt laden möchtest.
SPEAKER_02:Genau, das sind meine drei Picks of the Day.
SPEAKER_00:Wow. Philipp. Das ist ja ganz spannend jetzt, was ihr als Pick of the Day und was ich mir vorher große Gedanken habe, was ich jetzt an Lebensweisheiten hier rausmachen könnte. Das sind auch Lebensweisheiten. Das sind auch, ja, ja, stimmt. Das ist alles, ihr habt recht. Ich habe immer gedacht, ich weiß nicht, ob es euch aus so ging, als diese AI-Welle so gekommen ist und immer sich intensiviert hat. Und ich glaube, ich zumindest halt auch so Phasen, wo ich mein Gemüste stand, okay, wo ist, oh Gott, wo geht das alles hin?
SPEAKER_00:Was macht das mit meinem Job? Und ganz viele Leute, mit denen ich rede, die hatten auch so gesagt, was gibt es für meinen Job? Wir haben gerade über Informatikstudium geredet, ne? Macht das noch Sinn? Das ist ja auch so ein Thema. Was macht das mit meinem Job? Und ganz viele Leute, mit dir reden, die haben auch dann so Angst vor Jobverlust. Und dann habe ich aber auch wieder Phasen, wo ich dann AI benutze und denke, wie geil ist das dann alles?
SPEAKER_00:Was kann ich jetzt alles machen, was gar nicht nötig war? Und ich glaube, um den Leuten ein bisschen so die Angst oder auch ein bisschen die Realität Angst zu nehmen, aber auch die Realität zu zeigen, ist, ich glaube, die AI-Welle, die rollt so oder so und das Beste, was du machen kannst, ist sie zu reiten, so gut es geht. Also extrem viel dich dann beschäftigen und deine eigene Priorität zu steigern und nicht irgendwie vor Angst zu erstarren, sondern einfach das anzunehmen, so gut es geht.
SPEAKER_00:Ja, ich glaube, das ist so für mich, was mich so ein bisschen denn beruhigt hat und das alles dann zu embrazen und da richtig reinzugehen. Und dann auch irgendwas ins Freude geführt hat.
SPEAKER_02:Sehr gut. Schöne Worte. Ich glaube, sie erreichen mehr als das Publikum für Zughilfen. Aber wer weiß? Ja, who knows? Wer weiß, vielleicht wenn. Es gibt auch welche, die als Handwerk gerne Fitnesstrainer werden. Die brauchen dann Zughilfen, um dich vorzubereiten. Philipp, vielen, vielen Dank. Hat richtig Spaß gemacht. Schön, dass du da warst und dir die Zeit genommen hast, mit uns über Jobinterviews zu sprechen. Ich hoffe oder denke, da waren einige Insights drin, die für dich da draußen interessant sein können.
SPEAKER_02:Ja. Danke, Dennis, danke, Dave, für die Anlage. Hat mir große Freude bereitet mit euch hier. Und wenn ich das richtig verstanden habe, bist du planst du auch auf der Decompile nächstes Jahr wieder zu sein?
SPEAKER_00:Ja, wenn ich eingeladen werde, bestimmt. Nee, ich bin ja auch im Programmkomitee. Ah ja, sollte ich, wahrscheinlich werde dabei. Vielleicht wird jetzt rausgeschmissen auch. Wenn Tobias das jetzt hört, dass ich das jetzt hier einfach schon wieder annehme und dass ich nächstes Jahr wieder dabei bin.
SPEAKER_02:Tobias hat auch geschrieben, dass er schon eine Idee hat, was wir mit der Programmierbar machen können. Von daher sind wir vermutlich auch wieder am Start. Cool, da freue ich mich. Dann eine gute Zeit hier, Philipp. Vielen, vielen Dank. Und an unsere HörerInnen, wenn ihr Feedback habt, gerne an podcast.programmier.bar und sonst eine gute Zeit bis zur nächsten Folge. Macht's gut. Ciao. Tschüss.
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